Alleingeburt

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Hausgeburten kennen alle, doch wie sieht es mit einer Alleingeburt aus?

In unserer westlichen Gesellschaft ist eine Geburt ohne Fachpersonal oder Hebammen kaum vorstellbar, ja sogar eher beängstigend.

Man denkt vielleicht an Frauen aus Dritt-Welt-Ländern, de keine andere Wahl haben, als alleine zu gebären. Doch dies ist kein Vergleich! Dort herrschen ganz andere Umstände zum Teil mit katastrophalen hygienischen Verhältnissen, unterernährten Müttern, usw.

Eine gesunde Frau kann alleine gebären

Ich bin der Überzeugung, dass gesunde Frauen, sowohl physisch als auch psychisch, in der Lage sind, mit genug Vertrauen in den eigenen Körper und der richtigen Einstellung zu gebären. Die Geburt ist der natürlichste Prozess der Erde, die Frau ist dazu geboren ein Kind zur Welt zu bringen und die Frauen machen dies seit Anbeginn der Menschheit.

Wenn eine Frau in ihrer weiblichen Kraft ist und sich als Schöpferin anerkennt Leben zu erschaffen, wieso soll sie dann die schönste Zeit jemand anderen in die Verantwortung geben?

Körpereigene Schmerzmittel

Es sagt uns ja auch niemand was wir tun sollen wenn ein Kind gezeugt wird, oder?

Die Geburt sollte unter den gleichen Umständen wie Sex stattfinden können. Wird eine Frau sexuell stimuliert oder auch während dem Stillen, setzen sich Hormone wie das Oxytocin frei die sie in Ekstase versetzen. Durch das Oxytocin, welches auch während der Geburt freigesetzt wird und die Kontraktionen der Gebärmutter hervorruft und diese steigert, gerät die Mutter in eine Art Trancezustand, welcher für eine natürlich verlaufende Geburt notwendig ist. Durch das Oxytocin entspannt sich der Körper der Mutter aber auch und Glückshormone werden freigesetzt. Ist die Frau entspannt und in einer wohligen geborgenen Atmosphäre kann die Geburt ungestört ihren Lauf nehmen, sowohl das Hormon Endorphin welches schmerzlindernd ist, als auch das Hormon Oxytocin werden durch die entspannte Haltung der Mutter bedingt. Ist die Mutter aber ängstlich, verspannt und fühlt sich nicht Wohl, wird im Körper das Hormon Adrenalin freigesetzt, welches für Gefahrensituationen notwendig ist. Dieses bewirkt eine Steigerung der Herzfrequenz und einen Anstieg des Blutdrucks, was wiederum dazu führt, dass die Atmung der Mutter kürzer und schneller wird. Dadurch reduziert sich der Sauerstoffgehalt im Körper und somit ist die Versorgung durch die Plazenta und Nabelschnur nicht mehr ausreichend gewährleistet.

Gefahr bedeutet Überlebensmodus

Dieser Prozess ist ein uralter Schutzmechansimus. Stell dir einmal vor, du bist in der Natur (so wie es früher die Regel war) und hast Wehen. Dann siehst du ein Raubtier oder denkst, hättest eines gesehen oder es könnte gleich eines auftauchen… Nur schon der blosse Gedanken daran, auch wenn du vielleicht denkst, dass du ruhig bist, versetzt Deinen Körper in einen Zustand in dem er Dir “hilft” wegzulaufen oder zu kämpfen. Dieses Hormon kann Dir Gefühle bereiten, die in einer Gefahrensituation durchaus angebracht sind, während der Geburt jedoch diese verzögern oder sogar verhindern, je nach dem in welcher Phase. Die Gebärmutter verspannt sich und wird das Kind nicht weiter “freigeben” solange du nicht in einer sicheren Umgebung bist.

In der Klinik wird dann in solchen Situationen darüber diskutiert, welche eingreifenden Massnahmen erforderlich sind ….

Du magst Dich jetzt fragen was das Gebären in der Natur mit den heutigen westlichen Gegebenheiten zu tun hat…?

Unser Körper ist schon seit Anbeginn der Menschheit so konzipiert, dass diese Mechanismen wirken. Heute haben wir vielleicht nicht mehr die selben Gefahren wie früher, jedoch reagiert der Körper auf Stress- und Gefahrensituationen immer noch auf die gleiche Art und Weise… Wir sprechen hier von Ängsten, wie;

  • Angst vor Schmerzen
  • Angst vor Verlust der Kontrolle
  • Angst, dass es dem Kind nicht gut geht
  • Angst vor Eingriffen
  • Angst vor einem Kaiserschnitt
  • Angst zu sterben
  • usw…

Ängste sind kontraproduktiv für unsere Gesundheit und unsere Psyche. Sie verschliessen uns wortwörtlich auf verschiedenen Ebenen.

Du denkst jetzt vielleicht, dass dies ja “nur” Vorstellungen sind, doch das Nervensystem kann nicht zwischen einer wirklichen, realen Situation und einer vorgestellten unterscheiden! Das erklärt auch, weshalb der Adrenalinspiegel bei einem Action oder Horrorfilm in die Höhe schnellt… Der Körper kann nicht unterscheiden, ob diese vorgestellte Situation nun real oder eben nur vorgestellt ist.

Wenn eine Frau vor der Schwangerschaft grosse Ängste hat bezüglich der Geburt, etc., wird das Nervensystem darauf reagieren, als ob es Realität ist.

Verantwortung

Für mich bedeutet eine Alleingeburt nicht einfach, jaja das wird schon irgendwie gehen…  Ich habe mich sehr ausführlich mit Komplikationen und dem Geburtsverlauf auseinandergesetzt. Jedoch nicht aus dem Grund weil ich Angst oder Unsicherheit verspürte, sondern weil für mich Verantwortung dort beginnt wo ich mir der Risiken bewusst bin, diese genau analysiere und mich für den Weg entscheide, welcher die Natur für uns vorgesehen hat, im Vertrauen an die göttliche Kraft in mir.

Es gibt nichts zu tun bei einer Geburt, ausser es mit mir geschehen zu lassen. Ich darf mich bewegen, tönen, im Wasser sein, trinken, Musik hören, ich darf meine ganz eigene individuelle Geburt für mich und mein Baby gestalten und erfahren. Niemand kann mir dies abnehmen, auch keine noch so gute Hebamme. Eine Hebamme würde mich in diesem heiligen Prozess stören, indem sie mir sagt wie weit die Geburt ist, was passiert oder auch nur weil sie anwesend ist und ihre Energie im Raum ist. Diese Symbiose zwischen mir und meinem Baby soll nicht gestört werden. Ich kenne meinen Körper am besten und weiss genau was er braucht und was ihm gut tut. Ich horche in mich hinein und lasse es geschehen, völlig im Vertrauen in die Kraft in mir.

Ich bin Mary Mattiolo

Lifestylehackerin, dreifache Alleingeburts-Mama von Freilernern, Schulabbrecherin, Querdenkerin, freiheitsliebend und vegan.

Seit Mai 2016 im Bus lebend und reisend unterwegs und Coach für:

  • Online-Business und Start-ups
  • Webdesign und Marketing
  • LifeStyle-Hacking
  • Auswandern und Freilernen

Ohne einen Cent oder andere Sicherheiten sind wir losgezogen. Alles was wir besitzen, haben wir dabei. Wir leben staatenlos und lieben es! Und auch Du kannst das – wenn Du es willst!

8 Kommentare
  • Eli
    Veröffentlicht am 17:55h, 12 Januar Antworten

    Hallo Mary!
    Auch ich möchte dir meine tiefe Dankbarkeit für deine Geburtsberichte und deine ganze Website aussprechen!
    Es ist hier und heute so schwierig, einen alternativen Weg zu gehen, vor allem, wenn man jung und unsicher ist. Alle wissen es besser, einige reagieren sogar wütend, wenn man einen eigenen Weg vor Augen hat. Einen Weg, der kein grosses Geld in die Wirtschaft pumpt und auf dem man Herz und Verstand benutzt.
    Deine Seite hat mir Mut gemacht, auf meine Gefühle und meine Instinkte zu vertrauen und hilft ganz sicher noch vielen anderen Frauen bzw. Familien, in ähnlichen Situationen, auf ihr Gefühl zu hören und nicht “unmündig” und ängstlich das zu tun, was einem gesagt, und von einem erwartet wird.
    Vielen Dank, für deinen Mut, deine Kraft und vielen Dank dafür, dass du dir die Zeit nimmst, deine (/eure) Erlebnisse mit uns zu teilen!!
    Eine Umarmung an dich und deine wundervolle Familie
    Eli

    P.S. Sobald ich die Zeit finde, werde ich mich auch im Forum anmelden und einen Bericht über die Geburt von unserem Nael Janos hinterlassen.

    • Mary Mattiolo
      Veröffentlicht am 22:05h, 13 Januar Antworten

      Hallo liebe Eli

      Vielen Dank dir! Ja viele wollen nicht verstehen, dass es andere Wege gibt. Doch höre einfach auf dein Herz, es wird dir deinen Weg zeigen. Lass dich von niemandem davon abbringen. Viele haben einfach Angst und geben lieber die Verantwortung ab, es wird ja auch grössten Wert darauf gelegt, dass wir zu unmündigen Bürgern erzogen werden die schön ja und amen sagen!

      Ich freue mich auf weitere spannende Gespräche mit dir im Forum und schicke dir eine herzliche Umarmung zurück!

      Mary

  • Dagmar Noje-Stricker
    Veröffentlicht am 10:42h, 03 Januar Antworten

    Hallo Mary! Bin magsich begeistert von deinen Geburten. Habe selber 4 Kinder und spüre mit dem 5 Schwanger sein. Meine süßen sind alle im Krankenhaus geboren Nr. 4 wollte ich allein zu Hause bekommen, habe mich aber zu sehr von meinem Umfeld  Ärzten und Hebammen verunsichern lassen. Habe aber das gewählte angeblich Alternative Krankenhaus und das arbeitende Personal völlig iritiert mit meinen Wünschen nicht eine einzige Nadel und kein einziges Medikament haben zu wollen. Mein Wunsch das mir kein profilaktischer Zugang gelegt wird, wurde zwar bei der Aufnahme aufgeschrieben und man hat ihn mir mündlich bestätigt, aber währende ich ganz bei mir war hat man ihn mir dann doch einfach gelegt. Als ich Nachts kam mußte auch noch ein Aufnahmeultrallschall gemacht werden Ich glaube das es sehr weise von Dir war und keine Ärzte und Hebammen aufzusuchen. Aber da würde mich intressieren wie du das im Bürokratenland Deutschland ohne diese ganzen öffiziellen Bescheinigungen gemacht hast. Wenn mein Gefühl mich nicht täuscht brauche ich jetzt ja Bescheinigungen für meinen Arbeitgeber und die Krankenkasse hast du die selber ausgestellt??? Wie läuft das mit der offiziellen Geburtsurkunde.  Ich möchte mich viel mehr mit Menschen wie dir zu diesem Thema sprechen. Liebe Grüsse Dagmar

    • Mary Mattiolo
      Veröffentlicht am 17:04h, 11 Januar Antworten

      Hallo liebe Dagmar

      Ja diese lieben Ärzte setzen sich leider viel zu oft einfach über die Wünsche der werdenden Mütter hinweg oder versuchen gezielt in einem “schwachen” Augenblick doch noch ihren Willen durchzuboxen 🙁

      Aber da bist du nun ja auf einem anderen Weg 😉

      Dann zu deiner Frage: Ich komme aus der Schweiz und nicht aus Deutschland, aber unbürokratischer ist es hier bestimmt nicht… Für was genau brauchst du denn eine Bescheinigung für deinen Arbeitgeber und die KK?

      Zur Geburtsurkunde, etc. kann ich dir von unserem Forum den folgenden Beitrag zum Lesen empfehlen, da beschreibe ich auf was wir hier achten müssen… Ist aber alles in allem kein Problem…

      Ich würde mich sehr freuen, dich im Forum zu begrüssen, da hat es noch andere Gleichgesinnte 😉

      Herzliche Umarmung Mary

  • veronica
    Veröffentlicht am 23:56h, 28 November Antworten

    Vielen Dank für die Berichte über deine Geburten. Jetzt weiss ich, dass ich nicht die Einzige bin, die jeweils keine Untersuchung während der Schwangerschaft wünscht(e). Wollte einfach Ruhe für Baby und mich. Mein Mann hat mich zum Glück auch immer unterstützt. Ansonsten bin ich irgendwie immer mit meiner Einstellung leicht angeeckt, hab deshalb mit anderen kaum darüber geredet. Jetzt bin ich mit unserem 6. Kind schwanger und freue mich…

    • Mary Mattiolo
      Veröffentlicht am 09:12h, 29 November Antworten

      Hallo 😀

      Nein da bist du bestimmt nicht die einzige 😉 Aber ist halt immer etwas schwierig Gleichgesinnte zu finden, kenn ich auch… Angeeckt bin ich auch immer, aber damit hatte ich noch nie Probleme, denn darin liegt das Potential andere zum Nachdenken zu bewegen… Ich finde es mittlerweile einfach nur noch lustig, wenn ich solche Blicke ernte wenn ich von meinen Alleingeburten , etc. erzähle. 😛

      Würde mich freuen dich im Forum zu treffen, da finden sich bestimmt noch andere Gleichgesinnte 😀

      Herzliche Grüsse Mary

  • Elena
    Veröffentlicht am 19:49h, 22 September Antworten

    Hallo Mary, deine Geburtsberichte sind einfach wunderschön! Mein erster Sohn wurde im Krankenhaus geboren – es war zwar eine unglaublich schöne Wassergeburt, aber trotzdem sind so einige Dinge geschehen, die ich nicht wollte. Deshalb stand für mich sofort fest, dass ich unser zweites Kind zu Hause willkommen heißen möchte. Nun bin ich noch am überlegen, ob mit Hebamme oder allein. Aber je mehr ich über Alleingeburt lese, desto selbstverständlicher erscheint es mir. Mal schauen, wie die Entscheidung ausfällt. Auf jeden Fall vielen Dank für deine Berichte. Liebe Grüße! Elena

  • Mary Mattiolo
    Veröffentlicht am 18:03h, 06 September Antworten

    Hallo liebes 🙂

    Vielen Dank – ich wünsche mir auch, dass viele Frauen wieder in ihre Kraft finden und solch schöne Geburten erfahren dürfen…

    Herzlichst Mary

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