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[Alleingeburt] ?? Mediziner entsetzt ❗ Frauen gebären alleine ⁉


Ärzte unerwünscht: Frauen gebären allein

Mary Mattiolo brachte ihre drei Kinder ohne Arzt und ohne Hebamme zur Welt. Mediziner sind entsetzt

Es war der 26. Mai 2007, morgens um 3:45 Uhr. Mary Mattiolo, damals 17 Jahre alt, hochschwanger, erwachte und wusste: es ist so weit. Das Baby will raus. Für andere Frauen ist das der Moment, den Partner zu wecken, der die bereits gepackte Tasche über die Schultern schwingt und die Frau ins Spital oder in die Geburtsklinik fährt. Mattiolo aber steht auf, geht die Treppe hinunter ins Wohnzimmer und macht es sich mit einem Buch gemütlich.

Einige Tage vorher hat sie das Bürozimmer ausgeräumt und ein 40-fränkiges Kinderplanschbecken hineingestellt. An einem Tuch, das sie an einem Haken über dem Becken befestigte, will sie sich während der Geburt festhalten. Kerzen und Aromaöle stehen bereit, Musik hat sie ausgewählt. Sie konnte es kaum erwarten. Mattiolo hat entschieden, allein zu gebären ohne Arzt, ohne Hebamme. Nicht im Spital, nicht im Geburtshaus.

82731 Kinder kamen im Jahr 2013 zur Welt. Davon 97 Prozent im Spital.

Von den 2052 ausserklinischen Geburten erfolgten etwas mehr als die Hälfte in Geburtshäusern, und der Rest waren Hausgeburten. Wie viele Frauen bewusst allein gebären, wird statistisch nicht erfasst. Und doch gibt es sie, solche Alleingeburten.

Mattiolo sagt: „Als ich mich in meiner ersten Schwangerschaft vor acht Jahren mit Alleingeburten befasste, gab es praktisch noch keine Informationen zu dem Thema“. Inzwischen ist das Internet voll davon. Auf Ratgeberseiten, in Blogs und Büchern berichten Frauen von ihren Geburten, die sie ohne Hilfe gemeistert haben. Auf der Onlineplattform Youtube dokumentieren zig Videos Alleingeburten.

Umfrage zur Erfassung von Alleingeburten

Vor einer Woche startete Mattiolo auf ihrer Internetseite eine Umfrage, um die Zahl der Alleingeburten pro Jahr und Land zu erfassen. Bisher meldeten sich 31 Mütter mit insgesamt 43 Alleingeburten aus Deutschland, Österreich, Schweden und der Schweiz. In der Schweiz gibt es 14 erfasste Alleingeburten. In einer eigenen Studie will Mattiolo den Verlauf von Alleingeburten besser dokumentieren. Eine erste Auswertung zeigt, dass bei 17 Frauen mit 22 Alleingeburten bei keiner Geburt zu Komplikationen kam, ausser einigen Dammrissen.

Heute ist Mattiolo 25 Jahre alt und Mutter von drei Kindern.

Alle brachte sie allein im Wasser zur Welt. Jede Geburt sei für sie ein wunderschönes Erlebnis gewesen, völlig schmerzlos und ohne Komplikationen verlaufen. Sie habe schon immer über ein gutes Körperbewusstsein verfügt. „Ich kenne meinen Körper“, sagt sie. Als sie schwanger wurde, habe sie ihr Kind immer gespürt, wusste, wann es wach war, wann es schlief, wie es gerade im Bauch lag, was sie essen wollte, wann sich ausruhen. Auf pränatale Untersuchungen verzichtet sie gänzlich. „Ich brauchte niemanden, der mir sagte, wie es mir oder meinem Kind ging. Das wusste ich doch selbst.“ Jede äussere Intervention hätte sie als Störung empfunden.

Stellvertretender Chefarzt

Olav Lapaire ist stellvertretender Chefarzt am Universitätsspital Basel und sieht dort pro Jahr rund 2300 Geburten. Viele davon seien schwierig, sagt er. Darum entsetzen ihn die Geschichten von alleingebärenden Frauen. Schiefgehen könne bei einer Geburt vieles: Das Kind kann steckenbleiben, die Gebärmutter einreissen, die Mutter verbluten, das Kind könnte zu wenig Sauerstoff erhalten und Schäden davon tragen.

„Als Mediziner glaube ich nicht daran, dass eine Frau – auch eine mit einem guten Körperbewusstsein – spüren kann, wie schnell der Herzschlag ihres Kindes während der Geburt ist“, sagt Lapaire. Er hat kein Verständnis dafür, dass eine Frau im allerschlimmsten Fall mit einer Alleingeburt den Tod des Kindes oder ihren eigenen Tod in Kauf nimmt. 2013 kamen in der Schweiz 402 Kinder tot zur Welt.

Komplikationen lassen sich nie ganz ausschliessen

das ist Mattiolo immer klar gewesen. „Ich habe massenweise Bücher, mich mit allen möglichen Risiken auseinandergesetzt“, sagt sie. Im Notfall wäre das Telefon bereit gelegen. Ihre erste Geburt dauerte dreizehneinhalb Stunden, die zweite rund zweieinhalb Stunden, die dritte gar nur eineinhalb Stunden.

Mattiolo ist überzeugt: „Alles ging so gut, weil ich zu jeder Zeit selbstbestimmt entscheiden konnte. Niemand störte mich. Die grösste Gefahr wäre für uns gewesen, wenn ich meine Verantwortung abgegeben und mich auf Ratschläge aussenstehender Personen verlassen hätte“.

Anders als in Österreich, wo die Pflicht besteht, bei einer Geburt die Hebamme hinzuzuziehen, ist in der Schweiz eine Alleingeburt nicht verboten. Geht jedoch etwas schief, kann dies rechtliche Konsequenzen bis hin zu fahrlässiger Tötung für die Mutter und andere Beteiligte haben.

(Mit einem Klick auf das Bild, kannst Du Dir den Bericht als PDF downloaden.)

Erstmals erschienen am 19. April 2015 in der „Schweiz am Sonntag“, verfasst und interpretiert von Sarah Serafini.

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Hey, ich bin Mary Mattiolo!

Geboren 1989, Querdenkerin, Veganerin, Rebellin und Mama von einer Tochter (2007) und zwei Söhnen (2010 und 2012), allesamt Freilernerreise seit 2016 im Bus um die Welt und verzaubere als WebdesignerinFunnel-Expertin und Technik-Nerd die Köpfe der Menschen!

Ich helfe Online-Unternehmerinnen, meist Müttern, die weniger Aufwand für die Kundengewinnung, dafür mehr Zeit für ihr Business und vor allem ihre Familie wollen, durch Funnel-Marketing immer wiederkehrende Prozesse zu automatisieren, sowie durch gezielte Funnel, aus Interessenten Kunden zu machen!