Alleingeburt mit Sirius Amarrú, 30.07.2012

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Hier möchte ich euch an der von unserem 3. Kind Sirius Amarrú teilhaben lassen.

Es war der 30. Juli und Marco hatte Nachtschicht. Schon einen Abend vorher sagte ich ihm, er solle schauen, dass seine Ablösung bereit sei falls es so weit wäre, da er an einer Maschine arbeitet die er nicht einfach stehen lassen kann, weil sie sonst kaputt geht (offizieller Termin war der 5. August). Auch musste er mind. 30 Minuten Fahrtzeit einrechnen.

Bereits den ganzen Tag über hatte ich so „ein Gefühl“ – nicht körperlich, sondern einfach den Gedanken dass heute ein guter Tag wäre 😉

Ich nahm an diesem Tag noch ein warmes Bad mit Heublumen, welche ich von einer Freundin geschenkt bekommen hatte und ich wünschte mir sehr, dass unser kleines Sternenwesen nicht mehr allzu lange auf sich warten liess. Ich dachte mir schon, dass es dieses Mal vor dem Termin kam und auch stellte ich mich auf eine schnelle, bzw. kurze ein. Bei der zweiten waren es 2 1/2 Std. und ich hatte einfach das Gefühl, dass es dieses Mal noch schneller gehen würde 😀

Am Abend schaute ich noch einen Film und obwohl er eigentlich sehr gut war, schweiften meine Gedanken immer wieder ab und nach etwa der Hälfte sagte mir mein Gefühl, ich solle jetzt schlafen gehen… Was ich dann auch tat, das war ca. um 24:00 Uhr…

Um 1:49 Uhr erwachte ich mit einem Ziehen im Bauch und konnte nicht mehr schlafen – ich blieb aber noch ca. 10 Minuten liegen, da ich mir auch wirklich sicher sein wollte dass es nun auch richtig losging und ich Marco nicht umsonst von der Arbeit nach Hause rief.

Ca. um 2:00 Uhr stand ich dann auf und die Wellen wurden bereits regelmässig, ich wollte jedoch noch ein bisschen abwarten. Um 2:10 Uhr rief ich ihn dann an und sagte ihm, er solle nach Hause kommen 🙂

Da ich alleine mit den Kindern war und Ramin jeder Zeit aufwachen konnte (bei Lemuria wäre es kein Problem gewesen, da ich ihr dann einfach hätte sagen können was los ist… aber Ramin braucht mich in der Nacht zum wieder einschlafen neben sich) , musste ich mich so einrichten, dass ich zu ihm gehen konnte.

Ich liess also das Wasser in das sbecken einlaufen welches in unserem Schlafzimmer stand und nahm ein paar Kerzen mit nach oben, das Macbook mit Musik und das Telefon.

Die Wellen kamen gut spürbar, aber keinesfalls schmerzhaft, regelmässig schon ca. alle 3-4 Minuten. Ich ging noch einmal zur Toilette und da bei meinen anderen beiden en die Fruchtblase immer erst im Wasser kurz vor der „Austreibungsphase“ platzte, war ich doch einen Augenblick lang perplex als sie dieses Mal „an Land“ platzte *** 😛 *** chchch – auf der Toilette.

So musste ich wenigstens nur ein kleines Frottetuch nehmen um die kleine Pfütze am Boden wegzuwischen – aber in diesem Moment wachte Ramin auf und ich musste zu ihm gehen. Ich dachte noch, oje mit diesen Wellen hinlegen – kommt das gut?? (Es wäre mir nie in den Sinn gekommen unter anderen Umständen hinzuliegen…)

Nun denn, ich ging also ins Kinderzimmer und legte mich neben ihn hin. Er schlief dann auch ca. 7 Minuten später wieder und ich ging nach oben und rief Marco an ob er schon losgefahren sei? Das war um 2:41 Uhr und er meinte er sei schon zu Hause :lol:Ich war froh und sagte noch kurz, dass ich dann jetzt in’s Wasser gehe…

Er kam dann auch schon hoch in’s Schlafzimmer und ich wies ihn noch an, neue Musik einzuschalten. Als ich dann in’s warme Wasser steigen konnte, freute ich mich sehr auf mein Schwimmkissen, das ich schon bei Ramin hatte und welches die Form eines Stillkissen hat und auf dem Wasser schwimmt. Ich kniete mich also in’s Wasser und legte meinen Kopf und meine Arme auf das Kissen. Die Wellen waren sehr kraftvoll und doch ganz sanft – ich begleitete sie mit tönen und konnte jede Welle von oben nach unten leiten indem ich von einem höheren Ton zu einem tieferen ausklang und mir dabei vorstellte wie zu Beginn einer jeden neue Welle zuerst die vertikal verlaufenden Muskelschichten der Gebärmutter sich hinten hochzogen, um dann mit dem Ausklingen die unteren querlaufenden Muskelschichten zu öffnen und den Weg für das Baby frei zu geben.

Zu keiner Zeit waren die Wellen schmerzhaft. Intensiv, kraftvoll und viel Druck nach unten, doch unter keinen Umständen mit Schmerzen verbunden, nicht ein einziges Mal seit ich erwacht bin.

Das Wasser lief immer noch ein, während ich spürte dass jetzt dann der Muttermund so weit offen war, damit das Baby bald kommen konnte. Ich sagte Marco er solle das Wasser abstellen. Es war nun genug hoch und ich wollte dass er dabei war, wenn das Baby zur Welt schwamm 😉

Als er wieder hochkam, merkte ich bereits dass, das Baby sich auf dem Weg nach draussen befand und das Tönen wurde mit der Welle auch intensiver. Ich atmete nach unten und nach zwei Wellen spürte ich bereits, dass bei der nächsten der Kopf geboren werden würde. Also liess ich alle Energie in diese Welle fliessen und der Kopf wurde geboren. Ich liess uns kurz Zeit und mit der nächsten Welle kam dann der Körper nach. Dies war um 3:10 Uhr.

Ich spürte, wie Marco überrascht war dass das Baby nun schon da war und nahm es in Empfang zu mir auf den Bauch. Ich war völlig entspannt und glücklich dass nun unser Sternenkind in meinen Armen lag und Marco sagte noch, dass es ein Junge sei.

Er sagte, dass er die Kinder wecken gehe und kam mit beiden hoch. Lemuria freute sich riesig und bestaunte ihren kleinen Bruder ganz entzückt. Ramin schaute kurz um sich, doch war viel zu müde um zu realisieren wer da angekommen war 😉 Wir genossen die erste Zeit alle zusammen und die Kinder gingen dann wieder schlafen (bzw. Lemuria, denn Ramin schlief ja schon wieder…).

Ich wollte die Plazenta noch im Wasser gebären und blieb mit Sirius noch drin. Ich massierte seinen Brustkorb ein wenig, damit er leichter atmen konnte. Und nach ca. 30 Minuten und nachdem ich ihn zum ersten Mal stillte, wurde dann auch die Plazenta geboren. Ich kontrollierte sie auf ihre Vollständigkeit und legte sie in die Schüssel welche im Becken schwamm. Wir blieben noch kurze Zeit im Wasser und dann gab ich Sirius seinem Papa in die Arme damit er ihn in ein Frottetuch wickeln und ich mich anziehen konnte.

Ich war total fit und energiegeladen. Ich hatte keinerlei Schmerzen und war unendlich glücklich nun das dritte Mal auf so wundervolle Art un Weise Mutter geworden zu sein 😀

Ich habe Sirius Amarrú angezogen und wir legten uns zusammen ins Bett…..

Am Morgen erwachte ich als die Kinder hochkamen und ihren Bruder willkommen hiessen. Sie waren beide voller Freude und nun konnte auch Ramin seinen kleinen Bruder gebührend begrüssen 🙂

Ich hatte bereits in der Schwangerschaft beschlossen mich dieses Mal nicht auf eine Lotus zu fixieren, sondern zu schauen was für und stimmig war dieses Mal. Die Plazenta war immer noch verbunden mit Sirius und dies liess ich den Tag über auch unberührt so. Am Nachmittag spürte ich, wie wichtig es für mich dieses Mal war, dass ich Sirius nah bei mir haben konnte und auch die Kinder ihn halten durften. Ich fragte Sirius ob es okay sei wenn wir die Nabelschnur durchtrennen und er gab mir klar zu verstehen, dass es okay ist aber noch nicht jetzt. Also liessen wir sie noch intakt bis am Abend um ca. 21:00 Uhr. Ich fragte ihn noch einmal und dieses Mal spürte ich dass es okay war und Marco trennte sie von der Plazenta. Es floss noch ein ganz klein wenig Blut und dann war Sirius Amarrú hier!

3900g schwer und 55cm gross – der jüngste und doch der grösste und schwerste von allen Geschwistern 😉

In unendlicher Dankbarkeit für dieses Geschenk des Universums – dein Mami Mary ***

 

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Ich bin Mary Mattiolo

Lifestylehackerin, dreifache s-Mama von Freilernern, Schulabbrecherin, Querdenkerin, freiheitsliebend und vegan.

Seit Mai 2016 im Bus lebend und reisend unterwegs und Coach für:

  • Online-Business und Start-ups
  • Webdesign und Marketing
  • LifeStyle-Hacking
  • Auswandern und Freilernen

Ohne einen Cent oder andere Sicherheiten sind wir losgezogen. Alles was wir besitzen, haben wir dabei. Wir leben staatenlos und lieben es! Und auch Du kannst das – wenn Du es willst!

4 Kommentare
  • Tina Romaysa
    Veröffentlicht am 19:57h, 30 August Antworten

    Liebe Mary,
    zunächst herzlichen Dank für deine Erfahrungsberichte. Absolut schön geschrieben und sehr motivierend. Auch ich wünsche mir eine ganz private Alleingeburt.
    Bezüglich Sirius habt ihr ja dieses Mal die Nabelschnur nach etwa 18 Stunden durchtrennt.
    Könntest du mir sagen, wie du das gemacht hast? Damit meine ich, wo genau, etwa nah am Bauchnabel oder habt ihr ein ganzes Stück stehen lassen? Blieb das Ende dann offen oder habt ihr es abgeklemmt? Wenn ja, mit was und wie seit ihr dann weiter verfahren, bis die Schnur von selbst sich löst? Wie müsste ich mich verhalten, wenn ich handelsübliche Windeln verwende? Den Stumpf mit in die Windel oder die Windel unter dem Bauchnabel schließen?

    • Mary Mattiolo
      Veröffentlicht am 21:27h, 12 September Antworten

      Hallo liebe Tina

      Oh wie schön, dass du auch eine Alleingeburt möchtest 😀

      Also wir haben die Nabelschnur, die ja dann schon komplett trocken war, so nah wie möglich an der Plazenta abgeschnitten. Das hat sich für mich einfach so stimmig angefühlt … Wir haben keine Klemme benutzt, da sie ja bereits trocken war. Sonst kann man einfach einen Faden nehmen.

      Wenn du Windeln anziehst, dann müssen sie unterhalb des Nabels bleiben, da sonst durch eine verschmutzte Windel evtl. Keime in die Nabelschnur oder an den Nabel gelangen können.

      Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen und grüsse dich herzlich!

  • Yoga Tara
    Veröffentlicht am 16:26h, 21 Februar Antworten

    Wundervoller Geburtsbericht! Macht mut und lust …

    Lichtvolle Grüße Tara

  • Anonym
    Veröffentlicht am 22:17h, 23 August Antworten

    Hallo Mary!
    Ich graturiere Euch von Herzen zu Eurem Sohn Sirius! Es ist wunderbar von Deinen Geburten zu lesen und hoffe, dass Deine Berichte ganz ganz vielen Frauen Mut macht auf sich selbst zu hören und an Ihre Stärke zu glauben!
    Alles Gute und eine schöne Zusammenwachs-Zeit 🙂

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