Lernen findet immer und überall statt ✍️ – wenn man es zulässt! 🎆

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Immer wieder bin ich erstaunt, wie man denken kann, dass Lernen an einen bestimmten Ort und eine vorbereitete Umgebung mit sogenannten ausgebildeten Menschen gebunden sein muss.

Täglich beweisen mir meine Kinder und auch ich selbst mir das Gegenteil.

Lemuria z.B. hat seit längerem viel Freude daran, etwas zu backen oder zu basteln und es dann zu verkaufen.

Sie hat mit Ramin und Sirius zusammen beispielsweise schon vegane Muffins gebacken und diese dann auf einem aus Kartonschachteln gebautem Stand an der Straße verkauft.

Mittlerweile knüpft sie seit einigen Monaten wunderschöne Makramee-Ketten und wollte diese hier in Portugal am monatlich stattfindenden „Hippie-Markt“ in Barao verkaufen.

Kreative Ideen, die das Leben schreibt

Schnell hat sie gemerkt, dass es schwierig ist unter so vielen anderen, die ebenfalls Makramee-Schmuck und noch andere Dinge verkaufen, nicht unterzugehen.

Vor allem, weil an diesem Markt vornehmlich Leute mit sehr wenig Geld vorbeikommen. Schlau wie sie ist, überlegt sie sich ständig wie sie ihr „Business“ optimieren könnte.

Vor ein paar Tagen hatte sie dann einen eindrucksvollen Gedanken. Sie meinte zu mir: „Weißt Du, es ist viel schwieriger, Dinge zu verkaufen, die man nicht unbedingt braucht, als z.B. Essen und Trinken. Das brauchen alle und wenn es dann noch lecker ist, kaufen sie da viel eher, als z.B. Schmuck, wenn sie eh kein Geld haben!“

Wow, was für eine Überlegung! Die hatte ich in diesem Zusammenhang noch nie – wie Recht sie damit hat.

Ihr Plan ist es also nun, nebst dem Schmuck auch Backwaren und Trinken anzubieten. Gerade heute morgen im Halbschlaf hab ich mitbekommen, wie sie mit Sirius zusammen besprochen hat, dass er ihr helfen kann Muffins zu backen, um so Geld für seinen Transformer (Optimus Prime) zu sparen.

Sie meinte dann, dass sie als Anreiz kleine Stücke mit Zahnstocher drin zum Probieren auslegen möchte. Man merkt, dass sie mir öfters zuhört, wenn ich Marketing- und Business-Coachings gebe 😉

Auch hat sie entdeckt, dass die Leute viel eher bei einem Stand verweilen, wenn dieser eine große Auswahl hat und nicht einfach nur einige wenige Dinge.


Einige Einblicke hier, wie der Markt in Barão so ausschaut





Ortsunabhängig Menschen erreichen

Ich hatte Lemuria vor einigen Monaten bereits einmal angeboten einen Online-Shop für sie einzurichten hier auf meinem Blog. Sie lehnte damals ab. Nun kam sie aber vor zwei Wochen und meinte, weil es hier in Portugal eher schwierig sei Schmuckstücke zu verkaufen an Leute mit wenig Geld, sie eine Lösung brauche, um ganz viele Menschen ortsunabhängig zu erreichen.

Somit werde ich Lemuria einen Online-Shop hier auf dem Blog einrichten, wo sie ihre wunderschönen Schmuckstücke verkaufen kann.

Ihr erstes Business ist geboren, mit 10 Jahren. Ich finds geil!

Sie meinte dann, dass sie mich für meine Arbeit mit 20% Provision bezahlt.


Lernen passiert immer! Wir brauchen uns keine Sorgen zu machen…

Lernen ist viel mehr als theoretische Inhalte, die man meist eh nie im Leben braucht, auswendig zu lernen und sie dann bei einer Prüfung wieder auszukotzen.

Lernen bedeutet aus der aktuellen Situation und Notwendigkeit heraus eine kreative Lösung zu finden. Damit zusammenhängend hat sie hier gerade so viel gelernt und diese ganzen Erkenntnisse miteinander in Verbindung gebracht, dass sie dies bestimmt nicht wieder vergessen wird, denn sie sieht die Auswirkungen und Reaktionen direkt im Leben und eben nicht theoretisch anhand irgendwelcher nichts aussagenden Bewertungen und Noten von Menschen.

Auch Sirius überrascht mich oft mit Zahlenspielen, die er plötzlich von sich gibt. Er rechnet dann bereits in Brüchen, wenn es bspw. darum geht, ein Kuchenstück aufzuteilen. Oder wenn er ausrechnet, wie lange es noch geht, bis er wieder Geburtstag hat, oder wie groß der Altersunterschied zwischen seinen Freunden und ihm oder seinen Geschwistern ist.

Ramin z.B interessiert sich noch nicht wirklich fürs Lesen, dafür kennt er Zahlen im Tausenderbereich und rechnet damit, noch bevor er auf 100 zählen konnte, kannte er die Zahlen über Tausend.

Er ist Meister im sich Dinge merken und auswendig lernen, wahrscheinlich weil er sich eben noch nicht fürs Lesen interessiert und somit nicht einfach nachsehen kann.

Er überlegt sich dafür Dinge, wo ich heillos überfordert bin und mit ihm zusammen dann erst einmal recherchieren muss und dadurch selbst wieder so viel Neues lerne, was ich mich auch schon immer gefragt habe als Kind, aber nie eine Antwort bekam in der Schule, weil eben gerade ein anderer Stoff „dran“ war …

Lemuria sucht sich auf YouTube gezielt Wissens-Sendungen raus zu Themen, die sie interessieren. Dadurch lernt sie aber auch direkt neue Themengebiete kennen, auf die sie sonst nie gestoßen wäre. Letztens hat sie sich eine Sendung angeschaut, wo fünf Mädchen im Alter von 12 bis 14 Jahren für vier Wochen in einem Haus ohne Erwachsene gewohnt haben und sich quasi selbst organisieren mussten.

Eine Szene daraus hat sie besonders genervt. Einmal hat anscheinend niemand daran gedacht Fleisch zu kaufen, worauf das eine Mädchen ausgeflippt ist und gesagt hat: „Wie sollen wir denn jetzt eine Woche lang ohne Fleisch kochen?!“

Für Lemuria natürlich eine Lachnummer – als Veganerin. Sie konnte es nicht nachvollziehen, wie die Mädchen nicht einmal auf die Idee gekommen sind, es wenigstens zu versuchen, bevor sie schon aufgaben.

Ihre Meinung dazu: Wie soll man denn wissen, dass etwas nicht geht, wenn man es nicht einmal versucht hat?


Natürliche Reaktionen auf natürliches lernen

Unsere Kinder haben Zeit immer und immer wieder Dinge auszuprobieren, Fehler zu machen, die direkte Reaktion im richtigen Leben zu erfahren und somit über sich selbst hinauswachsen zu können, ohne Bewertung oder Druck, es sei denn das Leben fordert von sich aus z.B. eine jetzt erforderliche Reaktion oder Entscheidung! Und dann können sie auch abschätzen, dass es halt, manchmal Situationen gibt, in denen man gerade in der Akutsituation anders reagiert, als man es vielleicht mit mehr Zeit getan hätte.

Sie erfahren dadurch, dass sie jederzeit für sich selbst lernen und für ihr eigenes Leben und nicht, um irgendwelchen veralteten Erwartungen und Ängsten zu entsprechen, die eine vermeintlich in der Zukunft eintreffende Situation betreffen könnte.

Sie leben im Hier und Jetzt, denn was uns die Zukunft bringen wird, kann niemand – ja NIEMAND – heute wissen. Weshalb also glauben wir, unsere Kinder in eine Schiene zwängen zu müssen, die uns ja erst dahin gebracht hat, wo unsere Gesellschaft aktuell steht?

[ctt template=“8″ link=“fOmIe“ via=“no“ ]Wir brauchen keine Nachahmer der bisherigen Probleme! Wir brauchen kreative Köpfe, die selbstwirksam Lösungen und neue Ideen finden, um gar nicht erst solche Probleme, wie sie unsere heutige Gesellschaft hat, hervorzubringen![/ctt]

Und dies kann in meinen Augen nur dann geschehen, wenn unseren Kindern ihre Begeisterung am Lernen nicht verdorben wird und durch Druck und nichts aussagende Bewertungen genommen wird.

Kinder und Menschen allgemein lernen in jedem Moment. Und ich kann nicht umhin zu sagen, dass Kinder in der Schule dann eben lernen, dass sie es nicht wert sind für sich zu lernen, sondern nur dazu da, die Erwartungen anderer zu erfüllen. Auch wenn dabei ihre Lernlust, ihre Bedürfnisse und ihr Selbstwert darunter leiden.

[ctt template=“8″ link=“98dj1″ via=“no“ ]Wenn jedoch unsere Kinder lernen, dass sie nicht in Ordnung sind, wie sie sind, dass sie gehorchen müssen und sonst mit Strafen zu rechnen haben, dann läuft etwas gewaltig schief! Und wohin blinder Gehorsam führen kann, sollte jeder wissen.[/ctt]

In diesem Sinne, wünsche ich uns allen viel Freude beim Lernen und bei unserer Pflicht Ungehorsam zu sein und für uns und unsere Freiheit einzustehen!

Let’s rock

Ich bin Mary Mattiolo

Lifestylehackerin, dreifache Alleingeburts-Mama von Freilernern, Schulabbrecherin, Querdenkerin, freiheitsliebend und vegan.

Seit Mai 2016 im Bus lebend und reisend unterwegs und Coach für:

  • Online-Business und Start-ups
  • Webdesign und Marketing
  • LifeStyle-Hacking
  • Auswandern und

Ohne einen Cent oder andere Sicherheiten sind wir losgezogen. Alles was wir besitzen, haben wir dabei. Wir leben staatenlos und lieben es! Und auch Du kannst das – wenn Du es willst!

1 Comment
  • Stefan Grosch
    Veröffentlicht am 17:34h, 08 Dezember Antworten

    Finde es richtig richtig super und total wertschätzend wie authentisch und voller Liebe du zu allem schreibst, wie ihr euer echtes LEBEN lebt, einfach nur im SEIN seit! Bin seit vielen Jahren auf dem Weg zu mir und das Jahr 2017 war bis JETZT mein Jahr der Transformation. Das führte dazu das ich rückblickend meine Schulzeit noch besser nachvollziehen kann(Schule und das drumherum war für mich der Horror) und zudem meiner Tochter mittlerweile einen anderen Weg ermöglichen möchte! Danke für die tollen Impulse:-) Namaste Stefan

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