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Let´s talk about Geburtsorgasmus !


Woran hättest Du eigentlich gedacht, wenn in dieser Überschrift nur „Let´s talk about …!“ gestanden hätte? Sex, richtig? Als Kind der 80ziger und 90ziger wirst Du wahrscheinlich auch gleich die passende Melodie dazu im Kopf haben.
Warum ist das eigentlich so? Warum wissen wir anhand von drei aufeinanderfolgenden Wörtern, wie das Ende ausgeht?

Weil unser Gehirn es exakt so abgespeichert hat, Baby!
Immer, wenn wir etwas Neues erfahren, speichert unser Gehirn diese Information in den Gehirnzellen ab. Je öfter wir diese Information wiederholen, desto fester wird sie abgespeichert und als Wirklichkeit akzeptiert. Du musst noch nicht einmal Fan von RnB-Musik gewesen sein und trotzdem wirst Du diese Melodie kennen und sie wird in Deinem Kopf herumschwirren, weil sie assoziiert ist mit „Let´s talk about …“. Woher kennst Du also diesen Song und diese Textzeile? Solltest Du kein bewusster Fan gewesen sein, hast Du diese Information offensichtlich unbewusst kennengelernt, zum Beispiel über die Hintergrundmusik in einem Supermarkt oder irgendeinem Lautsprecher. Diese Zeile wurde an Dein Ohr heran getragen, wenn Du ein Kind dieser Gesellschaft bist und nicht abgeschottet in einer Höhle im tiefen Wald lebst.

So funktioniert das auch mit dem Wissen über die Geburt. Werfen wir den Begriff GEBURT in den Raum, dann liefert uns das Gehirn verschiedene Assoziationen, die bewusst oder unbewusst abgespeichert worden sind. Fragen wir beispielsweise einen Mann oder eine kinderlose Frau werden beide höchstwahrscheinlich davon überzeugt sein, dass Geburt weh tut. Sie haben zwar noch nie ein Kind geboren, aber sie glauben an den Geburtsschmerz, da sie auf vielen unbewussten Kanälen wahrgenommen haben, dass eine Geburt mit Schmerzen verbunden sein soll. Fragen wir eine Mutter, die bereits Kinder geboren hat, wird sie den Geburtsschmerz bestätigen, wenn sie eine Geburt mit Interventionen erfahren hat oder in Erwartung des Schmerzes war. Einer Befragung des französischen Psychologen Thierry Postels zufolge, tritt aber bei jeder 330. Frau ein komplett gegenteiliges Phänomen auf: ein Orgasmus. Mir ist das auch passiert und deshalb mag ich darüber sprechen.

Nun ist es aber gar nicht so einfach über den Geburtsorgasmus zu sprechen, da seid Eva´s Sündenfall (Genesis) nicht nur der Geburtsschmerz akzeptiert zu sein scheint, sondern auch die komplette Tabuisierung der weiblichen Lust. Der Begriff Orgasmus ist für viele Frauen so negativ assoziiert mit Sex, dass sie sich sowas während einer Geburt gar nicht vorstellen können. Obwohl der (männliche) Orgasmus die Basis der Zeugung ist, wollen die meisten Frauen nichts davon hören, dass sie ihn auch während der Geburt haben könnten. Daher habe ich mir angewöhnt, einen anderen Begriff dafür zu verwenden. Ich nenne es GEBURTSLUST.

Geburtslust ist also der Höhepunkt des Erlebens einer Geburt, welche sich anfühlt, als würde eine Energie von oben in den Kopf hineinrauschen, die im nächsten Moment den ganzen Körper erfüllt und sich wonnevoll bis in die letzte Zelle ausbreitet. Es scheint eine Ekstase zu sein, die sowohl den Geist, als auch den Körper betrifft und ich neige dazu, die Geburtslust sogar als noch schöner zu beschreiben als den Orgasmus rein sexueller Art. Ich habe es jedenfalls so erlebt und mir ist bei beiden Alleingeburten aufgefallen, dass der entscheidende Punkt darin lag, die Persönlichkeit beiseite zu legen. Sich also fallen zu lassen in grenzenloses Vertrauen und alle Fassaden und Rollen abzustreifen, die im täglichen Leben wichtig erscheinen. Wie ein unbeschriebenes Blatt Papier, nackt und rein – genauso wie das frische Leben, welches sich gerade durch den Geburtskanal schieben will. Ohne Erwartung und frei von Bedingungen bin ich jedes Mal in einen Zustand geglitten, der mit dem Verlust des Raum-Zeit-Empfindens einherging. Von dort aus wieder hier anzukommen, ist wie aus einem tiefen Traum zu erwachen, sich scheu umzublicken und sich zu fragen: Wo war ich?

Nach der ersten Alleingeburt war ich zutiefst verunsichert, ob ich dies wirklich so empfunden hatte. Mehrmals musste ich mich bei meinem Mann rückversichern. Er und unsere erstgeborene Tochter bestätigten mir aber immer wieder, dass sie zu keiner Zeit wahrgenommen hatten, dass ich Schmerzen gehabt hätte. Die akustischen Laute, die sie von mir hören konnten, zeigten an, dass ich mittendrin war, etwas so richtig zu genießen.

Seit diesen Erfahrungen bin ich mir sicher, dass dies der natürliche Zustand einer Geburt ist, denn es gibt keine Begründung, warum Frauen Geburtsschmerz erleiden sollen.

Ich wage zu behaupten, dass es viel mehr Geburtslust geben würde, wenn das Set einer Frau und das Setting dies zulassen würde. Stattdessen suggerieren die gesamten Geburtsvorbereitungen in  die Richtung, dass es schmerzhaft statt lustvoll wird.

Ein Beispiel: Wenn Du Dir eine schnelle Geburt erhoffst, gehst Du in Wahrheit davon aus, dass es unangenehm werden wird. Dies ist eine GeburtsLust-blockierende Einstellung! Du willst es nämlich nur schnell hinter Dich bringen, weil Du Geburtsschmerz-gläubig bist. Doch schöne lustvolle Momente will man nicht schnell hinter sich bringen, die will man möglichst laaange genießen!

Eine ganze Sammlung solcher GeburtsLust-blockierender Themen sind der Inhalt meines neu erschienenen Buches „Meisterin der Geburt“. Es lohnt absolut, sich selbst zu reflektieren und sich selbst zuzuhören. Denn die Gedanken die wir denken, sind das Bild welches wir unserem inneren Beobachter zeigen. Unser innerer Beobachter arbeitet aber sehr eng mit dem Barmixer zusammen, welcher für die Zusammensetzung des Gebärcocktails zuständig ist. Die Auslieferung bestimmter Hormone und Botenstoffe erfolgt nach dem, was Du bestellst. Geburtsschmerz? Oder Geburtslust? Die Bestellung findet bereits im Geiste statt, der Körper folgt entsprechend. Du bekommst also was Du erwartest!

Wenn es Dir gelingt, die gesellschaftlich vorgegebene Assoziation Geburt = Schmerz zu verlassen und auf Lust zu korrigieren, dann freu ich mich schon jetzt auf deine Nachricht mit dem Betreff: Let´s talk about Geburtsorgasmus. 😉
Erwarte nur das Beste!

In tiefer weiblicher Verbindung
Deine Meisterin der Geburt – Jobina Schenk


Über die Gastautorin Jobina Schenk von Meisterin der Geburt

„Sich selbst zu erobern ist die edelste Form der Macht.“

Mit diesem Leitmotiv lebt und arbeitet Jobina Schenk in Bingen am Rhein. In ihrem ersten Buch „Meisterin der Geburt“ verbindet sie ihr Wissen als erfolgreicher Life Coach mit den persönlichen Erfahrungen selbst gemeisterter Geburten, die sie als schmerzfrei und höchst ekstatisch erlebt hat. Die 3fache Mutter kreierte den Begriff GEBURTSLUST und weckt Frauen auf, die nicht nur ein Kind bekommen, sondern gleichzeitig auch die Reise zu sich selbst antreten möchten.

Das Buch „Meisterin der Geburt“ gibt es hier zu kaufen.

Jobina Schenk findest du auf:

Hey, ich bin Mary Mattiolo!

Geboren 1989, Querdenkerin, Veganerin, Rebellin und Mama von einer Tochter (2007) und zwei Söhnen (2010 und 2012), allesamt Freilernerreise seit 2016 im Bus um die Welt und verzaubere als WebdesignerinFunnel-Expertin und Technik-Nerd die Köpfe der Menschen!

Ich helfe Online-Unternehmerinnen, meist Müttern, die weniger Aufwand für die Kundengewinnung, dafür mehr Zeit für ihr Business und vor allem ihre Familie wollen, durch Funnel-Marketing immer wiederkehrende Prozesse zu automatisieren, sowie durch gezielte Funnel, aus Interessenten Kunden zu machen!