Meine Freilerner-Kinder sind ungehorsam und gesellschaftsunfähig ❗

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Und das ist gut so!

Wir Freilerner leben in einer rosaroten Seifenblase und träumen den ganzen Tag von einer heilen Welt, in der alles schick ist – ne?

Logisch. Und so. Was sonst.

Was für ein hirnverbrannter Blödsinn! Manchmal frage ich mich echt, in welchem Jahrhundert manche in ihrem Geist stecken geblieben sind, trotz der ach so tollen Schulbildung *ironieoff*

Mal im Ernst, wie oft fallen Sätze wie:

  • “Und was machen eure Kinder später im Leben? Da müssen sie sich doch auch anpassen?”
  • “Und wenn sie einmal studieren wollen?”
  • “Und was macht ihr, wenn ihr ihnen nicht das beibringen könnt, was sie interessiert?”
  • “Was, wenn ihnen das Leben, wie ihr es führt, plötzlich nicht mehr gefällt?”
  • “Was ist mit Freunden und Sozialisation?”
  • und und und bla bla bla

Gesellschaftsfähigkeit und Sozialisation

Ich finde es ja immer wieder grotesk, dass gerade Menschen aus eben unserer Gesellschaftsschicht genau dies fragen. Ich meine ernsthaft, findest Du unsere Gesellschaft – oder zumindest einen großen Teil davon – wirklich sozial? Aber dazu hole ich mal etwas weiter aus …

Unsere Kinder müssen nicht sozialisiert werden – sie SIND sozial! Von Geburt an – immer!

Was die meisten Menschen unter sozial verstehen, ist in Wahrheit Gehorsam – und da liegt der Hund begraben! Gehorsam verhindert Beziehung – immer! Und da haben wir das eigentliche Problem.

Gehorsam bringt mit sich, dass ein Mensch entgegen seiner Bedürfnisse, Gefühle und unter dem Verlust seiner Integrität dem Willen eines anderen untertan gemacht wird. Das Gegenüber missbraucht seine Macht, um seinen Willen, ungeachtet dessen wie es dem Gegenüber dabei geht, durchzusetzen und es dazu zu zwingen sich selbst zu verleugnen!

Ein Mensch, der seiner Integrität beraubt wurde, muss um überleben zu können, sich selbst verleugnen und den Teil in sich, der nicht damit einverstanden ist, was ihm gerade angetan wird, von sich selbst abspalten. Diese Abspaltung seines Selbst, führt im schlimmsten Fall dazu, dass dieser Teil in ihm als etwas Fremdes wahrgenommen wird und je länger, umso mehr verachtet wird. Als Selbstschutz wird nun dieser Teil völlig von sich weggeschoben und im Außen als ebenso etwas Feindliches angesehen.

Erfährt dieser traumatisierte Mensch auch in seinem zukünftigen Dasein keine Akzeptanz und Nähe, sondern lernt gehorsam zu sein, entgegen seiner wahren Gefühle und Bedürfnisse, wird er auch anderen Menschen gegenüber, die ihren nicht zugestehen können und diese ebenfalls ablehnen und wiederum unterdrücken zu versuchen.

Unsere Kinder brauchen uns zu 100%

Unsere Kinder sind – je kleiner umso mehr – abhängig von uns, zu 100%. Damit sie überleben können, sind sie auf uns angewiesen; dass wir ihnen Nähe geben, dass wir sie ernähren, dass wir ihnen Feedback geben über ihre Gefühle.

Ohne unser Zutun würden sie sterben und eben weil die Natur so unfassbar genial ist, hat sie den Menschen dahingehend ausgestattet, dass er eben sozial zur Welt kommt, um das Weiterbestehen zu sichern.

Sozial sein, ist nämlich nicht wie fälschlicherweise immer behauptet und stillschweigend angenommen wird, freundlich, hilfsbereit und respektvoll sein! Es ist viel mehr! Es ist die Anpassungsfähigkeit eines jeden Individuums sich an die gegebenen Umstände zu adaptieren. Immer wieder neu in jeder Situation.

Es ist also kein striktes und fertiges Konstrukt, sondern ein sich immer wieder neu zusammensetzender dynamischer Prozess aus den verschiedensten Gegebenheiten und daraus folgernd Verhaltensweisen, die die Fähigkeit sozial zu handeln, ausmachen.

Ab dem Zeitpunkt der Geburt beginnen Babys die Gesichtsausdrücke der Referenzpersonen zu “lesen” und lernen, was diese bedeuten und wie sie darauf reagieren, was von ihnen erwartet wird.

Um tiefer in das Thema einzusteigen, möchte ich hier das Buch: “Warum ich fühle, was du fühlst: Intuitive Kommunikation und das Geheimnis der Spiegelneuronen” von Joachim Bauer empfehlen! Alles Weitere würden dahingehend den Rahmen dieses Artikels sprengen.

Gefühle ernst nehmen, begleiten und achten

Viele Jahre lang sind kleine Menschen biologisch gar nicht dazu in der Lage, sich als eine eigene individuelle Persönlichkeit zu erfahren, sie nehmen sich als die Person wahr, die ihnen gegenüber steht. Sie können noch nicht abgrenzen und gehen davon aus, das ihre Bedürfnisse auch die des Gegenübers sind. Sie können schlichtweg noch nicht auf andere “Rücksicht” nehmen und tanzen dementsprechend auch niemandem auf der Nase herum! Sie haben Bedürfnisse, die erfüllt werden wollen, damit sie sich gesund entwickeln können auf allen Ebenen.

Erst nach und nach und hier spielt die Reflexionsfähigkeit der Eltern eine entscheidende Rolle, entwickelt sich ihr Gehirn dahingehend, dass sie sich als eigenständige Persönlichkeit wahrnehmen und erfahren können. In diesem stetigen Entwicklungsprozess ist es unsere Aufgabe, unsere Kinder zu begleiten und ihnen Feedback zu geben.

Ihr Gehirn hat enorme Schwierigkeiten, bzw. ist in den ersten Jahren gar nicht fähig, mit starken Emotionen wie Wut, Trauer und dergleichen umzugehen. Und eben hier ist es unsere Aufgabe als Eltern ihnen Feedback zu geben – zu spiegeln, was gerade in ihnen vorgeht und dass wir sie verstehen. Und hier meine ich nicht, dass wir einer Meinung sein müssen, aber, dass wir nicht, weil wir die Macht haben, über ihren Kopf und Körper hinwegbestimmen dürfen.

Erst diese Rückmeldungen, gekoppelt mit dem Gefühl der Annahme und des Vertrauens helfen ihnen, nach und nach differenzieren zu können.

Wenn unsere Kinder dann in Institutionen gesteckt werden, damit sie etwas lernen und für das Leben vorbereitet werden sollen, in welchen ihnen nur Gehorsam “beigebracht” wird, sie sich “sozial” zu verhalten haben, bedeutet das nichts anderes, als dass sie in ihren eigenen Gefühlen nicht ernst genommen werden.

Es zählt alleine das Ziel, nicht wie es den kleinen Menschen auf dem Weg dahin geht. Sie werden an ihrem Handeln gemessen, verglichen, bewertet und zu immer mehr Leistungsorientiertheit erzogen! Auf dass sie einmal ein weiteres Zahnrad im kaputten System sind.

Will ich, dass meine Kinder “gesellschaftsfähig werden”?

Nein! Sie sind es bereits! Seit ihrer Geburt. Sie sind unglaublich anpassungsfähig und finden sich in dieser Gesellschaft, die von kranken Machthabern dominiert wird, sehr gut zurecht. Und nein, nicht weil sie in eine Schule oder andere Erziehungsanstalt gezwungen wurden, dort waren sie nämlich noch nie.

Sondern eben, weil sie in Freiheit aufwachsen dürfen und eine echte Gesellschaft kennenlernen dürfen. Alters durchmischt, mit Menschen aus den verschiedensten Gesellschaftsschichten, Kulturen, Nationen, mit den unterschiedlichsten Glaubensvorstellungen, Interessen, Fähigkeiten, Macken und allem was eben zum Menschsein dazugehört.

Sie lernen was sie interessiert und nicht was ihnen vorgegeben wird. Sie machen sich ihre eigenen Gedanken und sie erfüllen sich ihre Bedürfnisse mithilfe von uns. Sie lernen in jedem Moment und sie lernen für sich selbst. Nicht um sich auf das Leben “da draußen” vorzubereiten, von welchem sie herausgerissen wurden, sondern weil sie das Leben jeden Tag erleben und be”greifen”!

Sie werden nicht in einer unnatürlichen und willkürlichen Gruppe zusammengepfercht, nur weil ihre Sitznachbarn aus demselben Ort und im selben Alter sind wie sie, sondern sie begegnen Menschen jeder Couleur zu jeder Tageszeit und an den unterschiedlichsten Orten dieser Erde.

Sie lernen, wie man sich unterhält trotz Sprachbarrieren und sie lernen für sich selbst einzustehen und ihre Meinung auch zu vertreten, wenn jemand anderer Ansicht ist. Sie lernen mit Menschen zusammenzuleben, die komplett andere Werte leben und eben dadurch einen Konsens zu finden und voneinander zu lernen.

Ungehorsam ist gesund und lebensnotwendig!

Wenn ich nun also gefragt werde, ob ich keine Angst habe, dass meine Kinder einmal nicht gesellschaftsfähig sein werden oder sozialisiert, sie keine Freunde haben werden oder wie sie denn später einmal zurecht kommen sollen, ohne sich an gewisse Regeln anzupassen, dann kann ich wirklich nur laut lachen!

Denn, meine Kinder müssen nicht auf das Leben vorbereitet werden – sie leben es jeden Tag! Sie wissen, dass alles was sie tun ihre Verantwortung ist und sie alleine für ihr Leben verantwortlich sind und ihnen niemand diese Entscheidung abnehmen kann. Sie wissen was sie wollen und lassen sich nicht vorgekauten Einheitsbrei auftischen, der allen zuvor schon rein gedrückt wurde, nur um ihn dann wieder auszukotzen und ihn wieder aufzutischen! Sie bereiten sich ihr Menü selbst zu!

Sie lassen sich keine Halbwahrheiten verkaufen und fragen beharrlich nach und gehen in Austausch mit Menschen. Sie lassen nicht locker, auch wenn es unbequem wird und die Diskussionspartner oft um einiges erfahrener oder älter sind.

Sie müssen nicht fürchten, als nicht gut genug abgewertet zu werden, weil sie für sich einstehen und nicht konform gehen mit der anscheinend in der breiten Masse vorherrschenden Meinung.

Sie durchleuchten Menschen und Ansichten und machen sich ihre eigene Meinung. Sie testen aus, machen Fehler, verwerfen, erweitern oder überdenken ihre Eindrücke. Und das in einem bunten Umfeld und nicht einem künstlich hergerichteten Raum, der als Ziel vor Augen hat, aus kleinen Menschen funktionierende Wirtschaftssklaven zu züchten.

Sie kennen ihre Rechte und weil sie in diesen ernst- und wahrgenommen werden, stehen sie auch für andere ein und machen sich Gedanken über die Umwelt und wie ihr Verhalten sich auf unseren Planeten und den sich darauf befindenden Lebewesen auswirkt.

Sie werden kreativ und erfinden neue Lösungen, weil sie die als gemeinhin bekannten teilweise einfach nicht kennen und unvoreingenommen sind. Sie kreieren die Welt aktiv mit, weil sie sich ihrer Selbstwirksamkeit bewusst sind.

Ja, das ist manchmal oft meist anstrengend, vor allem als Eltern! Denn unsere Glaubenssätze werden so ebenfalls tagtäglich über den Haufen geworfen und geschreddert – was für ein Geschenk!

Unsere Kinder sind unsere Zukunft!

Und so frage ich ganz provokant: Wollen wir denn wirklich Kinder, die von machtgeilen Konzernen zu noch mehr Wirtschaftlichkeit erzogen werden, nur um dann eben wieder diesen Konzernen durch ihren 9to5 Job noch mehr Macht zu geben, ungeachtet dessen, ob sie glücklich sein werden. Sind es nicht eben diese Strukturen, die unsere Welt ausbeuten, die so unendlich viel Leid erzeugen, die Natur zerstören, Menschen zwingen gegen ihren Willen zu handeln und sie zu Gehorsam unterdrücken?

Wollen wir wirklich unseren Kindern – unserer Zukunft, eine solche “Gesellschaftsfähigkeit” zumuten? Oder wünschen wir uns frei denkende Menschen, die neue Ansätze finden, damit es erst gar nicht zu solchen Auswüchsen der Zerstörung kommt? Menschen, die sich gegenseitig achten und nach ihren Werten handeln, ohne andere dafür unterdrücken zu müssen, aus Angst vor Verlust und Mangel.

Das Experiment Schule und Gesellschaft wie wir es heute kennen, hat in meinen Augen kläglich versagt. Wagen wir ein Neues! Wie wäre

es, wenn wir den Menschen als das annehmen was er wirklich ist? Ein zutiefst soziales Wesen, welches, wenn man es lässt, von sich aus das gibt, was es am besten kann und will und somit jeder von der Individualität des Gegenübers profitieren und lernen kann.

Zukunftsmusik? Ich hoffe es! Nein ich bin überzeugt davon und jeden Tag, step by step, sehe ich wie viele andere Menschen sich auch ebendies wünschen und sich auf den Weg begeben.

Für mich ist also der Begriff “Sozial”, wie er aus den meisten Mündern kommt, eine Farce, die lediglich meint, dass wir gefälligst zu gehorchen und uns in das System einzugliedern haben, koste es, was es wolle – und seien dies Menschen/Tierleben!

Ich bin Mary Mattiolo

Lifestylehackerin, dreifache Alleingeburts-Mama von Freilernern, Schulabbrecherin, Querdenkerin, freiheitsliebend und vegan.

Seit Mai 2016 im Bus lebend und reisend unterwegs und Coach für:

  • Online-Business und Start-ups
  • Webdesign und Marketing
  • LifeStyle-Hacking
  • Auswandern und Freilernen

Ohne einen Cent oder andere Sicherheiten sind wir losgezogen. Alles was wir besitzen, haben wir dabei. Wir leben staatenlos und lieben es! Und auch Du kannst das – wenn Du es willst!

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