Schmerzfreie Geburt

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Das wohl tiefgreifendste Ereignis überhaupt im Leben einer Frau – und deren Baby

Dass eine schmerzlose Geburt sein kann, wissen die wenigsten! Heute wird die Geburt leider nicht mehr als natürlich sondern eher als Krankheit und als gefährlich angesehen.

Die meisten Frauen gehen in’s Krankenhaus – meiner Meinung nach der letzte Ort wo eine Gebärende hingehört – denn sie ist nicht krank!

Die Geburt ist ein zutiefst natürlicher spiritueller, sexueller, magischer und seelischer Akt der Wiedergeburt – sowohl für die Frau als auch für das Baby. Die Geburt ist für mich der ultimative göttliche Akt von Leben. In diesem Prozess vereinen sich sämtliche Kräfte des Universums – sowohl die männlichen aus auch die weiblichen. Zur Geburt  gehört sowohl das sich ausdehnende (männliche), als auch das sich zusammenziehende (weibliche) Prinzip.

Für mich gibt es immer zwei Wege – entweder die Angst oder die Liebe – und zur Liebe gehört Vertrauen. Man kann vor der Geburt Angst haben, vor den Schmerzen, vor Komplikationen, vor dem Tod, usw… (und wird dadurch nach dem Prinzip von Ursache und Wirkung auch solche Situationen anziehen) oder man freut sich auf die Geburt, im Bewusstsein dass diese sehr wohl anstrengend sein kann, aber nicht schmerzhaft sein muss.

schmerzlose GeburtChristian v.R.  / pixelio.de

Schmerzlose Geburt ohne Angst und Verspannung

Schmerzen entstehen durch Verkrampfung und diese wiederum entstehen durch Angst.

Schmerzen sind ein Hilfsmittel unseres Körpers, uns mitzuteilen, dass etwas nicht in Ordnung ist. Sei es auf psychischer, mentaler oder physischer Ebene. Sind wir entspannt, psychisch, ist es auch unser Körper. Und wo nichts verkrampft ist, entsteht auch kein Schmerz.

Wehen, im folgenden „Wellen“ genannt, sind nicht schmerzhaft… sondern Ängste, Erwartungen und Verspannungen im Körper der Frau verursachen, dass die Gebärmutter härter arbeiten muss und dies wird als Schmerz erfahren. Lange Konditionierung und Angstmacherei, erfüllen uns in dem Glauben, gebären sei schmerzhaft und gefährlich. Zudem kommt bei Ängsten und Unsicherheiten aller Art das Hormon Adrenalin dazu und führt eben zu diesem Schmerz.

Die Geburt sollte unter den gleichen Umständen wie Sex stattfinden können. Wird eine Frau sexuell stimuliert oder auch während dem Stillen, setzen sich Hormone wie das Oxytocin frei die sie in Exstase versetzen. Durch Oxytocin, welches auch während der Geburt freigesetzt wird und die Kontraktionen der Gebärmutter hervorruft und diese steigert, gerät die Mutter in eine Art Trancezustand, welcher für eine natürlich verlaufende Geburt notwendig ist. Durch das Oxytocin entspannt sich der Körper der Mutter aber auch und Glückshormone werden freigesetzt. Ist die Frau entspannt und in einer wohligen geborgenen Atmosphäre kann die Geburt ungestört ihren Lauf nehmen, sowohl das Hormon Endorphin welches schmerzlindernd ist, als auch das Hormon Oxytocin werden durch die entspannte Haltung der Mutter bedingt. Ist die Mutter aber ängstlich, verspannt und fühlt sich nicht wohl, wird im Körper das Hormon Adrenalin freigesetzt, welches für Gefahrensituationen notwendig ist. Dieses bewirkt eine Steigerung der Herzfrequenz und einen Anstieg des Blutdrucks, was wiederum dazu führt, dass die Atmung der Mutter kürzer und schneller wird. Dadurch reduziert sich der Sauerstoffgehalt im Körper und somit ist die Versorgung durch die Plazenta und Nabelschnur nicht mehr ausreichend gewährleistet.

Dieser Prozess ist ein uralter Schutzmechansimus. Stell dir vor, du bist in der Natur (so wie es früher die Regel war) und der Geburtsverlauf nimmt seinen Gang. Dann siehst du ein Raubtier oder denkst, hättest eines gesehen oder es könnte gleich eines auftauchen… Nur schon der blosse Gedanken daran, auch wenn du vielleicht glaubst, dass du ruhig bist, versetzt deinen Körper in einen Zustand in dem er dir “hilft” wegzulaufen oder zu kämpfen. Dieses Hormon kann dir Gefühle bereiten, die in einer Gefahrensituation durchaus angebracht sind, während der Geburt jedoch diese verzögern oder sogar verhindern, je nach dem in welcher Phase. Die Gebärmutter verspannt sich und wird das Kind nicht weiter “freigeben” solange Du nicht in einer sicheren Umgebung bist.“

Viele Frauen wachsen im Bewusstsein oder eben Unbewusstsein auf, dass Geburten schmerzhaft sind. In unserer „modernen“ Kultur erleben viele Frauen ihre Geburtserfahrungen unter Ängsten und emotionalen Blockaden welche dann zu Schmerzen führen. Dies wird an unsere Kinder weitergegeben und wenn diese einmal gebären, werden sie warschienlich dasselbe wieder erleben. Dieser Schmerz ist  aber der Schmerz,  der von unterdrückten Emotionen und der Verspannnung durch die Ängste kommt.

Du kennst das vielleicht von Menstruationsbeschwerden… Du hast Schmerzen, verkrampfst dich noch mehr an dieser Stelle und der Schmerz wird noch grösser.

Solange der Körper der Frau unter Stress und Spannung steht, hat dieser keine Möglichkeit die Energie in Fluss zubringen und die Geburt kann nicht dem natürlichen Geburtsprozess folgen.

Sobald ein künstliches Hormon in den Körper eingeführt wird,  hört der Körper auf, die richtige Menge der natürlichen Hormone zu produzieren,  inklusive das wichtige, wundervolle und kraftvolle Endorphin, was das natürliche schmerzlindernde Hormon im Körper ist. In traditionellen Kulturen, wo Geburt als natürlicher Prozess gesehen wird, wo die Mädchen von klein auf bei Geburten mit dabei sind und diese als etwas ganz normlaes und natürliches erfahren, wo die Menschen die Geburt als erfreuliche heilige Feier sehen, erfahren die Frauen den Geburtsprozess anders. Ohne Schmerz.

Eine schmerzlose Geburt ist keine Zauberei!

schmerzlose geburtMaren Beßler  / pixelio.de

Wieso haben Frauen Schmerzen bei der Geburt? Ist das wirklich so gedacht ?

In unserer Gesellschaft wächst ein Mädchen und später eine Frau eigentlich stetig im Glauben auf, dass Geburten etwas gefährliches und schmerzhaftes sind. Beobachtet man aber Frauen anderer Kulturen, wird schnell klar, dass dies nicht zutreffen muss, denn die Frauen anderer Kontinente haben grundsätzlich die selbe Physiologie wie unsereins 😉

Doch weshalb empfinden wir Geburten als so anders und schmerzvoll? Schmerzen zeigen uns und dementsprechend unserem Körper, dass Gefahr droht und wir uns zu schützen haben. Ohne Schmerzen wäre ein Überleben nicht möglich, da wir keine Indikatoren hätten die uns vor Gefahr schützen würden…

Doch wie genau entsteht nun der Schmerz unter der Geburt? …

Durch unsere Erziehung und daraus resultierenden entsprechenden Erfahrungen und nicht zuletzt durch die vielen Horrorgeschichten anderer Geburten, erwarten wir Schmerzen und verkrampfen, bzw. verspannen uns während der Wehen (ich nenne sie Wellen..). Verspannungen stören aber den harmonischen Muskelablauf, was wiederum Nervenimpulse auslöst, welche vom Gehirn als Schmerz empfunden werden.

Wir sehen hier also den Teufelkreislauf: Angst – Verspannung – Schmerz…

Fragen wir uns also: Ist der Geburtsablauf verantwortlich für die psychische Verfassung der Mutter ODER doch eher umgekehrt die psychische Verfassung der Mutter in Bezug zur Geburt verantwortlich für den Geburtsverlauf?

Wollen wir der Ursache also auf den Grund gehen und diesem Teufelskreis den Boden unter den Füssen wegziehen, müssen wir verstehen was im Körper einer Frau während der Geburt vor sich geht um die Angst vor diesem natürlichen und harmonischen Prozess zu überwinden.

Körpereigene Schmerzmittel

Endorphine sind Neuropeptide des Gehirns welche man auch in der Hirnanhangsdrüse findet und deren Wirkung 200-mal stärker als die von Morphium ist. Sie bewirken einen ruhigen, tranceähnlichen Zustand. Bei allen Säugetieren, wie auch bei der Frau, tritt dieser Zustand gegen Ende der Eröffnungsphase ein und lässt die Mutter, sofern man sie in Ruhe lässt, in diesen entspannten und nach innen zu ihrem Baby gerichteten Zustand gleiten.

Kann es wirklich sein, dass die Gebärmuttermuskulatur die einzige ist, die unter normalen Umständen „nicht richtig“ funktioniert und Schmerzen auslöst?

schmerzlose geburtsigrid rossmann  / pixelio.de

„Gemäss dem physiologischen Gesetz werden alle natürlichen, normalen Funktionen ohne Gefahr oder Schmerz erlangt. Die Geburt ist eine natürliche, normale Funktion für normale, gesunde Frauen und ihre gesunden Kinder. Daher kann gefolgert werden, dass gesunde Frauen, die gesunde Kinder austragen, ohne Gefahr oder Schmerz sicher gebären können.Dr. Jonathan Dye

Der gesunde Körper einer Frau weiss ganz selbstverständlich wie er ein Kind empfangen, ernähren und auch wieder loslassen muss, damit das Baby sicher und gesund zur Welt kommen wird. In unserer heutigen Gesellschaft ist es jedoch leider immer mehr so, dass sich eine werdende Mutter lieber auf irgendwelche Ratschläge von sich selbst ernannten Spezialisten, Frauenärzten, Geburtshelfern, etc. verlässt anstatt sich auf ihren eigenen Körper zu konzentrieren und auf ihre ureigenen Kräfte zu besinnen!

„Einen physiologischen Prozess kann man nicht vermeiden. Der Punkt ist, ihn nicht zu behindern!“ Dr. Michel Odent

Frauen müssen wieder lernen, den ihnen innewohnenden Kräften zu vertrauen und zu verstehen, dass eine Geburt ohne Angst und Stress, welche den Körper erst mit Schmerzen reagieren lassen, ein normaler physiologischer Ablauf ist, welcher in derselben Abfolge geschieht wie jeder andere normale Vorgang im Körper ohne Schmerzen vonstatten geht.

In 95% aller Geburtsvorbereitungskursen werden die werdenden Eltern auf alle möglichen negativen und gefährlichen Komplikationen getrimmt, welche vorkommen könnten. Doch weshalb wird so etwas, das eine natürliche Geburt als etwas potentiell gefährliches darstellt, ganz normalen Frauen, die zu keiner Risikogruppe gehören, immer und immer wieder vor Augen geführt? Was soll das? Solche Umstände treten extrem selten auf, wenn keine unnötigen Eingriffe vorgenommen werden. Weshalb sich also die negativen Umstände immer wieder verinnerlichen? Um sich darauf einzustellen und dementsprechend diese auch zu erwarten?…

Der Schmerz wird in den Mittelpunkt gestellt und die Schmerzlinderung wird als unumgängliches Mittel hervorgehoben anstatt auf die Ursachen von Schmerzen einzugehen und den Frauen die Zuversicht zu vermitteln, dass sie leicht und sicher gebären können.

Kurze Eröffnungsphase

Wenn sich eine Frau wirklich total entspannen kann und sich ihre Muskeln dadurch nicht gegenseitig blockieren, was eben zu Schmerzen führt, dann kann sich die Eröffnnngsphase auch bereits in einer Stunde vollzogen haben auf ganz leichte Art und Weise. Diese Phase muss nicht schmerzhaft sein, wie so oft suggeriert wird…

Geschichte des Schmerzes

Ich selbst bin konfessionslos und habe meinen eigenen Glauben an Mutter Natur, ihre Wesenhaftigkeit und Perfektion. Viel Leiden von heute hat ihren Ursprung in vermeintlich religiösen Riten oder Aberglauben… Früher, vor ca. 5000 Jahren in Ägypten bekamen die dortigen jüdischen Frauen ihre Kinder ohne grosses Aufheben in meist weniger als drei Stunden leicht und sicher.

Auch in Europa wurde Mutter Natur als lebensspendene Schöpferin verehrt und die Frauen als Göttinnen gepriesen, welche neues Leben hervorbrachten. Die Frauen wurden verehrt, da sie im Kontakt mit dem Göttlichen waren. Wenn man heute Gemälde und Statuen von damals betrachtet sieht man ganz klar, dass Schönheit oft mit vollbusigen Frauen die einen gewölbten Bauch hatten gleichgesetzt wurde. Die Geburt wurde als die höchste Vollendung der Natur gefeiert und bei Geburten versammelte sich oft das ganze Dorf um mit der Frau das Fest der Geburt zu feiern.

Die Frauen waren die Heilkundigen und halfen den Menschen mit ihren Kräutern und weisen Ratschlägen. Damals war die „Medizin“ noch nicht in die Hände der patriarchalischen Männer verfallen. Und auch als die ersten „Ärzte“ wie Hippokrates oder Aristoteles Einzug in die Heilkunde nahmen, wurde am Wesen der Geburt nichts verändert – es gab keine Schmerzen, die hätten behandelt werden müssen und man findet davon auch nirgends etwas in ihren sehr ausführlichen Aufzeichnungen! Dafür aber war Hippokrates davon überzeugt, dass man Frauen während der Geburt unterstützen sollte und er begann als erster damit Frauen darin zu unterweisen, sich während der Geburt so gut als möglich um das Wohlergehen der Gebärenden zu kümmern – woraus dann die ersten Hebammen hervorgingen … Er erkannte die enorm wichtige Verbindung zwischen Psyche und Physis und einer tiefen Entspannung während des Geburtsprozesses. Frauen wurden geehrt, geachtet und mit grosser Freundlichkeit behandelt für sehr lange Zeit – bis ca. in’s zweite Jahrhundert n. Chr. Zu dieser Zeit begannen die Christen eine schlimme Verachtung gegenüber den Heilkundigen Frauen zu entwickeln. Die Mächtigen der Kirche hatten Angst vor solch weisen Frauen und wollten nicht, dass irgendjemand anderes die Gabe besass den Menschen Glück und Heil zu geben als sie selber. Nur durch die Kirche sollten die Menschen zu ihrem „Glück“ kommen. Dies endete schlussendlich in den Massenvernichtungen der sogenannten „Hexen“, denn diese „Hexen“ waren nichts anderes als Kräuter- und Heilkundige Frauen – HEBAMMEN!

Ihre Tempel, Statuen, Naturaltäre wurden zerstört, ihre Schriften wurden verbrannt und versteckt und alles wurde als Heidentum betitelt und dessen Gebrauch mit den schlimmsten Folgen wie der Hölle, Folter, uvm…. prophezeit!

Gleichzeitig wurde die Frau als Sünderin von der Kirche hingestellt und mit dem was man heute als Fluch Evas bezeichnen kann. Schwangerschaft wurde als Folge der sündhaften Fleischeslust und die Frau als Verführerin abgestempelt. Schwangere und Gebärende wurden isoliert und man durfte ihren Geburten nicht mehr beiwohnen, auch nicht bei schwierigen mit Komplikationen behafteten Geburten! Die Geburtshilfe wurde gänzlich abgeschafft.

Selbst heute noch sind viele der Überzeugung, dass eine Geburt ohne Schmerzen gegen Gottes Willen verstösst – doch nirgends in der Bibel wurde je etwas davon geschrieben, dass eine Frau unter Schmerzen gebären soll! Das Wort welches verwendet wurde – etzev – wird an allen anderen Stellen der Bibel mit Mühe, Anstrengung, Arbeit gleichgesetzt, doch in Bezug zur Geburt übersetzten es die selben Männer mit den Worten Schmerz, Leid, Qualen und Kummer! Auch wurden Adam und Eva beide angesprochen und nicht wie von der Kirche behauptet nur Eva! Hätte es also überhaupt einen solchen Fluch gegeben, so würde er auf beiden Geschlechtern lasten – was aber reiner Unsinn ist und sich auf einen absichtlichen Übersetzungsfehler zurückführen lässt, welcher so lange Zeit die Geburten und demenstprechend auch unsere gesamte Gesellschaft beeinflusste und es heute noch tut 🙁

Zu Beginn des 16. Jhd. wurden die Schriften Soranos wieder entdeckt, welcher zu seiner Zeit im letzten Jahrhundert v. Chr. die Lehren von Hippokrates und Aristoteles in einem Buch zusammenfasste. Die Geburtshilfe wurde wieder praktiziert, jedoch wurde sie als unreine und unehrenhafte Tätigkeit angesehen und man liess lieber die Frauen dieser Arbeit nachgehen. Ihnen wurde eine Bezeichnung gegeben, die die damaligen Annahmen von Schmerzen und Qualen unter der Geburt ausdrückte – Wehmütter. Also Frauen des Leides und des Schmerzes.

In der Renaissance dann verbesserte sich die Lage der gebärenden Frauen etwas, doch auch dann noch wurde ihnen das neu entdeckte Choloroform, welches sonst sehr weite Verbreitung fand, verweigert.

Erst Mitte des 18. Jhd. war es den Ärzten wieder gestattet Frauen während der Geburt Unterstützung zu bieten. Da diese Tätigkeit aber immer noch als unehrenhaft angeschaut wurde, waren die meisten Frauenärzte entweder Unfähige oder gar Alkoholkranke.

Als dann Ende des 18. Jhd. Königin Victoria bei ihrer Geburt darauf bestand, Chloroform während dieser zu erhalten, wurden die Türen geöffnet für die Betäubung von gebärenden Frauen. Doch dies machte die ganze Sache nicht weniger verhängnisvoll, da sich nun der Schwerpunkt der Geburten immer mehr auf die Krankenhäuser verlagerte. Die Frauen zu Hause zu betäuben war schlichtweg viel zu gefährlich! Dass in den Krankenhäusern von damals jedoch keine annähernd vergleichbare hygienische Umstände anzutreffen waren wie heute, machte einen Aufenthalt dort zu einem lebensmutigen Ereignis und viele starben am so genannten Kindbettfieber. Die Angst vor dem Tod bei der Geburt wuchs noch weiter.

Es war bereits so weit gekommen, dass die werdenden Mütter routinemässig betäubt wurden – ob notwenig oder nicht. Sobald angenommen wurde, dass der kindliche Kopf bald erscheinen würde, wurde die Frau betäubt und das Baby mit medizinischen Instrumenten aus dem Geburtskanal gezerrt. (So auch noch bei meiner Grossmutter in den 20er- Jahren)

Auch heute noch glauben die Frauen an den Mythos vom Geburtsschmerz und lassen sich lieber die Verantwortung für ihre Geburten abnehmen und sich betäuben, als dass sie sich im vorneherein informieren und Eigenverantwortung übernehmen. Künstliches Oxytocin um die Wehen anzuregen und Wehentröpfe sind an der Tagesordnung und verursachen eben genau diesen Schmerz, welcher wiederum dann zu weiteren Medikamenten führt.

Anstatt den Glauben an diesen anscheinend unumgänglichen Schmerz in Frage zu stellen und sich mit den Hintergründen dessen auseinanderzusetzen, werden immer wieder neue Bedeutungen und Erklärungen für ihn gesucht!

Was für eine Droge darf es denn bitte sein ?!

Wie viele Mütter geben ihre wohl wichtigste Verantwortung ab, in dem Moment, in welchem sie das Spital betreten! In der Illusion, sie selbst seien unfähig ihr Kind auf natürliche Weise, so wie es von der Natur seit tausenden von Jahren vorgesehen ist, zur Welt zu bringen, vertrauen sie auf die „Götter in weiss“ – diese sollen sie (von ihrer Verantwortung) entbinden – im wahrsten Sinne des Wortes.

Bereits in den Geburtsvorebreitungskursen wird den Müttern vor Augen geführt was es alles für Schmerzmittel gibt. Es gleicht einer Menükarte, nach welcher sie sich ausrichten können.

Dass die Plazenta jedoch keine Schranke besitzt, um die gefährlichen Schmerzmittel vom Organismus des Babys fernzuhalten, wird nur allzuoft „vergessen“ zu erwähnen.

Ist die Frau das einzige „Säugetier“, welches bei der Geburt Schmerz empfindet ?

Sehen wir uns einmal im Tierreich um, bei Katzen, Hunden, Pferden, Schafen, Kühen, …. Alle diese Tiere empfinden keine Schmerzen bei der Geburt, man sieht ihnen an, dass es anstrengend ist, doch Schmerzen empfinden sie keine. Wir sehen aber auch, dass sobald eine mögliche Gefahr droht, oder sie sich unwohl fühlen, sie den Geburtsverlauf hinauszögern und sich dieser Prozess so lange zurückhält, bis die Gefahr vorüber ist und die Mutter wieder Ruhe hat.

Warum sollte dies bei uns Frauen ander sein? Verspannt sich der Körper einer Frau, hören die Wehen teilweise ganz auf. Viele Frauen, die während den Wehen in das Spital gehen und dort ankommen, kennen das.

Anatomie der Gebärmutter

Um zu verstehen, wie der Geburtsverlauf durch die Gebärmutter gesteuert wird, müssen wir uns ihre Anatomie vor Augen führen.

Die Gebärmutter hat drei Muskelschichten. Für den Geburtsverlauf sind aber vor allem zwei davon ausschlaggebend.

  • Die äussere, vertikale Muskelschicht
  • Die innere horizontal ausgerichtete Muskelschicht, welche ringförmig ist (das Kind umschliessend).

Die inneren ringförmigen Muskeln befinden sich vermehrt im unteren Teil der Gebärmutter, am stärksten sind die direkt beim Muttermund, diese sind für das Eröffnen der Gebärmutter zuständig. Damit sich nun der Muttermund öffnen kann, müssen diese Muskeln sich entspannen, was zu einer Verkürzung führt.

Die äusseren vertikalen Muskeln sind die stärkeren Muskeln, welche sich vermehrt im oberen Bereich der Gebärmutter konzentrieren. Diese verlaufen an der hinteren Seite der Gebärmutter und oben zur vorderen Seite entlang.

Wenn sich nun während des Geburtsprozesses die vertikalen Muskeln anspannen und die horizontalen, ringförmigen und entspannten Muskeln am Muttermund quasi hoch ziehen, verkürzen sich diese und der Muttermund öffnet sich.

Hier wird auch klar, wieso ich die Bezeichnug Wellen statt Wehen bevorzuge. Hält man nämlich die Hand auf den Bauch einer gebärenden Frau, spürt man wie sich das Baby wellenartig und spiralförmig durch die Muskelbänder nach unten schiebt und dreht.

Entspannen

Wenn sich die Frau während dieser Zeit entspannt, können diese Muskeln symbiotisch zusammenarbeiten. Eine ungeheure Kraft wird wahrgenommen. Ich habe mir dabei vorgestellt wie mein Muttermund sich bei jedem tiefen Ausatmen und mit tiefen langem Tönen (mhhhhh) begleitet, wie eine Rosenblüte öffnet. Durch die Vibration der Töne schwingt die Muskulatur und entspannt sich ganz leicht.

Gleichzeitig habe ich ein Licht visualisiert (gelbe Farbe auf dem Bild), welches in Form eines umgedrehten nach vorne blickenden J von den ringförmigen Muskeln der Gebärmutter, in der Mitte meines Körpers bis zum oberen Gebärmutterrand hoch und über den oberen Gebärmutterand entlang verläuft und die vertikalen Muskeln die ringförmigen Muskeln hochziehen.

Ich habe mal versucht das irgendwie in Form einer Zeichnung darzustellen 😛

So habe ich drei wundervolle schmerzlose Geburten erlebt!

frau

Was passiert wenn die Mutter sich verkrampft ?

Unser vegetatives Nervensystem ist quasi die Kommunikationszentrale unseres Körpers. Von hier aus werden alle Impulse gesendet und aufgenommen. Im Falle der Geburt bedeutet dies bspw. dass wenn eine Mutter sich unwohl fühlt oder Angst hat, dieser Input an das vegetative Nervensystem geleitet wird, dort als Gefahr interpretiert wird und dann der Befehl an die Organe gesendet wird, dass der Körper warten muss, bis keine Gefahr mehr herrscht.

Anstatt nun die Frau wieder zu sich kommen zu lassen und ihr Wohlbefinden wieder herzustellen, werden hier dann im Spital meist medizinische Interventionen gestartet. Der Teufelskreis beginnt.

Den Parasympathikus aktivieren

Entspannung und Harmonie aktivieren die Hypophyse und den Parasympatikus – wir sind geöffnet und ausgeglichen. Der Parasympatikus baut das Endorphin im Körper auf – je mehr Zeit wir im Zustand des Parasympatikus verbringen, desto höher wird der Endorphin-Spiegel im Körper. In diesem Zustand sind unsere geistigen und physischen Abläufe in Harmonie und wir fühlen uns wohl und eine Ruhe durchfliesst uns.

Stress, Angst, Sorgen, fehlende Privatsphäre, Zweifel, Schmerzen aktivieren den Sympathikus und den Adrenalinanstieg – dieses frisst wortwörtlich die Endorphine auf! Sind wir grellem Licht ausgesetzt, auch nur für eine ganz kurze Zeit, wird der Neo-Kortex aktiviert, welcher für die Ausschüttung von Adrenalin verantwortlich ist. Ob wir nun wirklich in Gefahr sind oder eine bestimmte Situation „nur“ so wahrnehmen, spielt dabei für den Sympathikus keine Rolle. Wenn die Mutter also immer wieder von Komplikationen oder Schmerzen hört, nimmt ihr Körper dies als reale Gefahr auf und stellt sich darauf ein! Wir sind was wir denken.

Hört und erfährt eine schwangere Frau immer wieder dass Geburten gefährlich und schmerzvoll sind, wird dies irgendwann zu einem Glaubenssystem und versetzt den Körper so in eine dauerhafte Stressreaktion. Dieser reagiert darauf mit einem erhöhten Ausstoss an Adrenalin und anderen Stresshormonen wie den Katecholaminen, welche nicht nur das Wohlbefinden der werdenden Mutter sondern auch das ihres Babys negativ beeinflussen.

In diesem Zustand sieht der Körper wortwörtlich rot und stellt auf Überleben um.

Je nach Situation bedeutet dies entweder eine Kämpfe, Flüchte oder Erstarre Reaktion. Die Pupillen weiten sich, die Herzfrequenz schnellt in die Höhe, Funktionen welche nicht dem Überleben dienen werden kurzerhand abgestellt und die Blutgefässe verengen sich um nur noch die Organe zu versorgen, welche für einen Kampf erforderlich sind.

Die Gebärmutter ist aber kein Organ welches dazu gedacht ist in einer Kampfsituation zu reagieren. Die Venen verengen sich, der Blutfluss wird verringert und die Sauerstoffzufuhr nimmt ab und da keine Kämpfe Situation vorhanden ist und eine Flüchte Situation nicht in Frage kommt, tritt die Erstarrung ein – die Wehen werden schwächer und der Geburtsprozess stagniert.

Schlimmer noch, durch die Unterversorgung können sich die ringförmigen Muskeln nicht mehr entspannen und verkrampfen sich. Anstatt sich zu verkürzen, werden sie nun enger und da die längsverlaufenden Muskeln kontinuierlich versuchen diese weiter auseinanderzuziehen, entsteht nun Schmerz.

Ich bin Mary Mattiolo

Lifestylehackerin, dreifache Alleingeburts-Mama von Freilernern, Schulabbrecherin, Querdenkerin, freiheitsliebend und vegan.

Seit Mai 2016 im Bus lebend und reisend unterwegs und Coach für:

  • Online-Business und Start-ups
  • Webdesign und Marketing
  • LifeStyle-Hacking
  • Auswandern und Freilernen

Ohne einen Cent oder andere Sicherheiten sind wir losgezogen. Alles was wir besitzen, haben wir dabei. Wir leben staatenlos und lieben es! Und auch Du kannst das – wenn Du es willst!

9 Kommentare
  • Eine Hausgeburt ist sicherer
    Veröffentlicht am 12:40h, 21 Juni Antworten

    […] Anstatt wieder eine sanfte Atmosphäre im Geburtszimmer zu schaffen, zieht sich nun die Spirale der medizinischen Interventionen enger und es entstehen noch mehr Stress- und Angstsituationen, was den Teufelskreis von Angst – Verspannung – Schmerz ins Zimmer holt (siehe dazu auch meinen Artikel “Schmerzfreie Geburt”). […]

  • Sabrina
    Veröffentlicht am 22:49h, 14 März Antworten

    Liebe Mary,

    ich kann Deinen Bericht nur bestätigen und danke Dir dafür, dass Du Ihn geschrieben hast.
    Leider musste ich in der Eröffnungsphase bei der Geburt unseres Sohnes auch Angst erleben. Seit kurzem weiß ich auch wovor: ich hatte schlimme Angst vor meiner Hebamme, denn obwohl ich sie mir als Beleghebamme aussuchen konnte war sie unter der Geburt völlig verändert. Harsch, aggressiv, lieblos. uneinfühlsam. Und sie hat mir immer erzählt dass es noch viel schlimmer wird. O-Ton: „Geburt fühlt sich an wie wenn Dich einer in der Mitte auseinander reißt.“ Alles was ich instinktiv tat war angeblich falsch und ich hätte meinem Baby damit geschadet. Wenn ich mich allerdings am Hypnobirthing und daran, wie es mir ging als ich die Wehen in Eigenregie veratmet habe orientiere, dann weiß ich heute, dass ich es eigentlich richtig gemacht hätte.
    Mit der Hebamme wollte sich mein Muttermund aber nicht öffnen (hätte ich auch nicht gemacht 😉 und ich hatte nach 18 Std Wehen immer noch einen Befund von 1-2 cm. Unser Sohn wollte auch nicht mehr wirklich raus und konnte sich kaum im Becken unten einstellen. Letztendlich bekam ich ihn nach 7 Stunden in quälender, teils erniedrigender Rückenlage (weil laut Hebamme alles andere ja nur moderner Quatsch sei; mein Muttermund wurde von der Hebamme manuell mit den Fingern gedehnt *heul* zum Schluss nochmal bis er vollständig offen war).

    Mein großer Wunsch ist es noch einmal eine Geburt erleben zu dürfen und ich bete dafür, dass ich dann noch eine Hebamme finden kann. die eine Hausgeburt durchführt, Ich werde einen Kurs in Hypnobirthing zusammen mit meinem Mann besuchen und mir eine Doula suchen die mich unterstützt, so dass sich mein Mann auch um unseren Sohn kümmern kann. Den Eltern und Schwiegereltern werden wir nichts von alledem im Vorfeld erzählen, wir hätten da keine Unterstützung.
    Und dann werde ich unser zweites Kind zu Hause gebären, dort wo es hin gehört, in einer liebevollen Umgebung, wo es sanft und freudig in dieser Welt empfangen wird. Von mir, meinem Mann und unserem Sohn.

    Angstfrei. Entspannt, Freudig.

    Herzliche Grüße, Sabrina.

    PS: Und falls jetzt der Eindruck entsteht, die Beleghebamme ist schon ein älteres Semester – sie war zum Zeitpunkt der Geburt gerade mal 39 Jahre alt …

    • Mary Mattiolo
      Veröffentlicht am 09:50h, 15 März Antworten

      Liebe Sabrina

      Vielen Dank für deinen Bericht! Ich fühle mit dir und wünsche dir von Herzen, dass deine nächste Geburt so wird, wie du sie dir wünschst.
      Dass eine Hebamme so unsensibel ist, ist leider kein Einzelfall 🙁
      Doch ich bin mir sicher, bei deiner nächsten Geburt wirst du eine tolle Hebamme und Doula finden, die dich in deiner Kraft gebären lassen.

      Kennst du das Buch von Gratly Dick Read „Mutter werden ohne Schmerz“? Es ist leider vergriffen, aber man findet es hie und da auf amazon oder anderen Plattformen. Ich finde es ein schönes Buch und darauf baut das heutige Konzept von Hypnobirthing auf.

      Dass sich dein Muttermund in einer solchen Situation nicht geöffnet hat, ist kein Wunder. Du sagst ja selbst: „hätte ich auch nicht gemacht“. Hast du auch nicht.

      Was ich dir ans Herz legen kann ist das Tönen. Frederick Leboyer hat dazu ein schönes Buch: „Atmen, Tönen, Gebären“. Durch das Tönen und die dadurch entstehenden Vibrationen schwingt dein Körper und du kannst dich sehr tief entspannen, was wiederum bei der Eröffnung hilft. Ich konnte durch das Tönen meine Wellen steuern und die Geburt in meinem Tempo erleben.

      Herzliche Grüsse Mary

  • Valérie
    Veröffentlicht am 16:44h, 20 Januar Antworten

    Liebe Mary

    Vielen Dank für Deine Antwort und die anregenden Fragen! Werde mir dann noch mehr Zeit nehmen, um mir in Ruhe diese Fragen erneut zu stellen, und die Antworten zu finden.

    Einige habe ich gestern Abend schon gefunden. Vielen Dank! 🙂

    Meine Bedenken wegen der späten „ersten“ Geburt waren, dass ich gehört habe, dass die zweite Geburt oft rascher und einfacher gehe. Deshalb habe ich mich gefragt, ob es nicht einen Unterschied macht, ob man „seinem Körper eine Geburt erst so spät zumutet“, obwohl zumuten vielleicht nicht das optimale Wort ist..

    Ich fühle mich zwar schon noch recht fit und jung, aber ganz so muskulös und jung bin ich eben doch nicht mehr. Habe früher viel getanzt. Werde mir aber sowieso in der nächsten zeit mehr Zeit nehmen, meinen Körper wieder zu stärken. Allein am Aller liegt es nicht, sondern auch am weniger Sportmachen.
    Und vielleicht ist das ja auch gar nicht wahr, dass die erste Geburt meistens die „härteste“ ist?

    Auf jeden Fall, habe ich Dank Deinen Fragen schon herausgefunden, dass ich so wenig Anwesende wie möglich möchte. Höchsten 1-2 vertraute Seelen. Und vielleicht würde ich mich tatsächlich irgendwo in die Natur zurückziehen (wir wohnen in einem Miethaus- wie laut wird Frau bei einer Geburt?- das sind so meine momentanen „Bedenken“ zur Hausgeburt. Ich könnte mich glaub nur dann komplett fallen lassen und voll auf die Geburt fokussieren und sie „geniessen“ , wenn ich nicht noch überlegen müsste, ob mich die Nachbarn hören.)

    Wie gesagt, ich bin noch nicht mal schwanger- und noch nicht mal am Schwangerwerdenwollen. Bin bloss am Vorausdenken. Und wie ich Dank Dir erkannt habe noch wichtiger „voraus fühlen“ 🙂

    Noch einmal Tausend Dank für Deine wertvolle Homepage voller beinah verlorengegangene Wissen! und Danke, dass Du Dir die Zeit für eine Antwort genommen hast.

    Von Herzen ALLES GUTE fürs 2015!
    Valérie

    • Mary Mattiolo
      Veröffentlicht am 16:52h, 20 Januar Antworten

      Liebe Valérie

      Aus deinen Worten heraus höre ich, dass du eine Geburt für gefährlich hältst. Zumuten, hart, … das sind deine Assoziationen damit. Woher kommen diese? Ich spüre auch, dass du dir noch Zeit nehmen möchtest um dich einzufühlen.

      Du schreibst: „Ich könnte mich glaub nur dann komplett fallen lassen und voll auf die Geburt fokussieren und sie “geniessen” , wenn ich nicht noch überlegen müsste, ob mich die Nachbarn hören.“
      Eine Naturgeburt ist natürlich wunderschön, aber je nach Klimazone nur in den warmen Monaten möglich. Ausser man würde sich eine Schwitzhütte oder so bauen 😉 Alternativ wäre es vielleicht möglich bei Freunden oder Familie, die dich während der Geburt alleine lassen, zu gebären?

      Ich freue mich, wenn ich dir Inputs geben kann und auch wenn du die noch weitere Gedanken machst 🙂

      Herzliche Grüsse Mary

  • Valérie
    Veröffentlicht am 21:05h, 27 Dezember Antworten

    Vielen Dank für diesen überaus interessanten Text!

    Seit Jahren „hirne“ ich darüber nach, wieso Geburten beim Menschen so schmerzvoll sind, wenn ich doch lauter Tiere gesehen habe, die anscheinend schmerzlos gebären.
    Als ich noch jung war, dachte ich immer „wenn ich mal ein Kind gebäre, dann allein in einer Waldhütte in einer Badewanne. Ohne fremde Leute, womöglich noch junge Assistenzärzte, welche mir sagen wollen, was ich zu tun hätte“.
    Jetzt bin ich nicht mehr 20 und frage mich, ob man als alte Erstgebärende überhaupt noch fit genug wäre. Die Natur hat ja nicht vorgesehen, dass wir Jahre lang verhüten können, bis wir dann zum ersten Mal schwanger werden. Kennst Du auch ältere Frauen mit solch positiven Geburtserlebnissen und Alleingeburten? Bevor es Verhütungsmittel gab bekamen ja so einige Frauen noch ein 5., 6. oder 7. etc Kind Anfang oder gar Mitte 40. Das war ja dann aber nicht das erste. Was denkst du, was wäre für eine späte Erstgebärende der richtige Ort? Ein Geburtshaus? Hausgeburt mit Hebamme?

    • Mary Mattiolo
      Veröffentlicht am 20:45h, 04 Januar Antworten

      Hallo liebe Valérie

      Ich kann dir nicht sagen, welcher Ort für eine – deiner Aussage nach – „alte“ Erstgebärenden optimal ist. Das bestimmst alleine du. Ich gehe davon aus, dass du dich am besten kennst und genau weisst was für dich eine harmonische und deiner Wahrnehmung nach sichere Umgebung ist. Ich kenne ganz viele Frauen – aber bitte frage mich nicht nach deren Alter (ich mache da keine Abstufungen) – welche zu Hause geboren haben. Einige davon alleine. Und auf deine Aussage gestützt sind das auch „alte/ältere“ Erstgebärende.

      Meine Gegenfragen an dich lauten deshalb:

      „Weshalb macht es in deinen Augen einen Unterschied wie alt du bist in Bezug auf die Geburt deines ersten Kindes?“ (Und ja ich kenne die „medizinischen Gründe 😉 – aber fühlst du dich denn „alt?“)

      „Auch früher haben die Frauen natürlich verhütet – ohne Pille oder sonstige Hilfsmittel (z.B. Mondzyklus, Pflanzen, erwärmen der Hoden des Mannes, usw. …) – Verhütung gab es schon immer – auch wenn uns dies heute anders suggeriert wird Seiten der Pharmalobby.“

      „Was sind deine konkreten ÄNGSTE bzgl. der Geburt?“
      Ich glaube wenn du diese Fragen für dich bis zum Ende durchdenkst, wirst du einige Gedanken reicher sein, die dir kein noch so „ausgewiesener“ Spezialist abnehmen kann.

      Wenn du deine eigenen Ängste kennst, weisst du auch wie du dich vorbereiten kannst und was für dich/euch wichtig ist. Unvorhergesehene Situationen gibt es immer – ob 20 oder 80, ob schwanger oder nicht, aber wie du damit umgehst, bzw. wie deine Haltung dazu ist, ist ausschlaggebend.

      Deshalb mein „Rat“. Dort wo DU dich sicher fühlst, ist deine optimale Geburtsumgebung.

      Ganz herzliche Grüsse Mary

      PS. ich freue mich auf weiteren Austausch – dies sind nur meine momentane Gedanken dazu 🙂

  • Alexandra
    Veröffentlicht am 08:50h, 14 September Antworten

    Danke vielmals fuer diesen super Text! Genau so schoen durfte ich meine Geburt erfahren!! Es war herrlich und jede Frau sollte es so erleben dürfen. In reinster entspannung und Glückshormonen!!
    Danke vielmals das du dies veröffentlichst. Lg alexandra

    • Mary Mattiolo
      Veröffentlicht am 21:05h, 18 September Antworten

      Vielen Dank für deinen schönen Kommentar und ich freue mich sehr, dass du auch solch eine schöne und entspannte Geburt erfahren durftest 🙂

      Herzliche Grüsse Mary

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