Teil 1: Mein Start ins Leben als digitale Nomadin mit meiner Familie đź’»

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Wow, ich finde das so toll, wie ihr das macht. Das wĂĽrde ich auch gerne, aber wie nur?


Hätte ich das früher gewusst, als meine Kinder noch klein waren, hätte ich das auch gemacht!


Ihr seid so mutig, habt ihr keine Angst, dass eure Kinder nichts lernen?


Wie soll ich denn unterwegs Geld verdienen? ….

Solche und viele andere Fragen höre ich fast täglich, wenn uns Menschen auf unserer Reise um die Welt begegnen. Das – und noch vieles mehr – hat mich dazu veranlasst, meinen Weg und alle meine Erfahrungen rund um ein erfolgreiches Online-Business in einem E-Book zusammen mit einem Online-Kurs anzubieten und der groĂźen Nachfrage nachzukommen, anderen dabei zu helfen, ihr eigenes ortsunabhängiges Leben zu erschaffen.

Wenn Du informiert werden willst, wann der Online-Kurs und das E-Book veröffentlicht wird, trag Dich am besten gleich in meinen Newsletter ein.

Heute also Teil 1 meiner Geschichte …

Wie es dazu kam in ein ortsunabhängiges digitales Nomadenleben, als Familie zu starten.

Es war Herbst 2015, ich saĂź eines Abends im Wohnzimmer und wartete darauf, dass Marco von seiner 4-Schicht nach Hause kam. Ein Arbeitsweg von ihm war 45 Min. mit dem Auto und er war zu dieser Zeit 7 Tage lang jeden Tag fĂĽr mind. 13 Std. auĂźer Haus. Dazwischen lagen dann entweder 1.5 oder 2.5. Tage „Freizeit“, je nachdem, welche Schicht gerade war. 4 Wochen Urlaub im Jahr.

Oft kam er zu Zeiten nach Hause, wo wir alle längst schliefen und er sah die Kinder kaum. Wenn er dann mal zu Zeiten da war, in denen wir wach waren, war er meist so erschöpft von der Arbeit, dass er sich ausruhen musste und nur wenig mit uns unternehmen konnte.

Ich war zu dieser Zeit also praktisch zu 100% alleine mit unseren drei Kindern (damals noch 3, 5 und 8) und unserer Hündin, hatte ein großes Haus und einen riesigen Garten zu unterhalten und arbeitete nebenher online an meinem Blog, als Webdesignerin, an meiner Windelfrei-Kollektion, als Coach und als wasweissichnochalles!

Wenn dann abends einmal alle Kinder schliefen und ich nicht vor Erschöpfung beim Stillen gleich mit einschlief, saß ich oft bis 3 oder 4 Uhr früh vor dem Bildschirm um zu arbeiten.

Und wenn Du nun denkst, dass wir dadurch genug Geld beisammen gehabt hätten, irrst Du Dich gewaltig. Wir konnten uns nichts, aber auch gar nichts leisten. Oft musste Marco sogar bei der Firma um einen Lohnvorschuss bitten, damit er überhaupt noch Benzin tanken konnte, um zur Arbeit zu fahren. Meist hatten wir genau einen Tag Geld auf dem Konto und dann überlegte ich wieder, wie ich es schaffen würde, den nächsten Monat Essen zu machen für uns.

Dieses Spiel wiederholte sich nun schon Jahre lang und ich war am Ende. So hatte ich mir Familie nicht vorgestellt. Ja, natürlich hätte ich meine Kinder in Kita, Kindergarten oder Schule schicken können und dann auch einer Arbeit mit mehr Lohn nachgehen können.

Was fĂĽr ein beklopptes System!

Als ich 15 Jahre alt war, habe ich mein eigenes freies Kinderhaus gegründet (wie es dazu kam, kannst Du u.a. hier nachlesen: Ich packe aus! Ich wurde 7 Jahre lang gefangen gehalten! ) und natürlich hatte ich dadurch meine Kinder immer bei mir und musste/wollte sie niemals fremd betreuen lassen. So paradox wie es klingt, es war für mich absolut undenkbar meine Kinder wegzuschicken, um einem System zu dienen, welches uns erst in diese Lage gebracht hatte, obwohl ich bis zu diesem Zeitpunkt eben andere Kinder betreute (aber dazu liest du am besten meinen anderen Artikel). Was für ein beschissenes System verlangt von Familien ihre Kinder fremd betreuen zu lassen und die Angestellten dafür zu bezahlen, wenn die eigenen Eltern für diese Arbeit kein Geld erhalten?

Und es war ja nicht so, dass Marco extrem wenig verdient hätte, nein, es war der ganz normale Wahnsinn, den man als 5-köpfige Familie in der Schweiz hat.

Vision vs. Gesellschaftsmaschinerie

Unsere Vision war es damals einen Permakultur-Garten anzulegen und uns nach einigen Jahren mit dem GroĂźteil der Lebensmittel selbst versorgen zu können. Eigentlich war mein groĂźer Traum, eine Strohballen-Jurte auf einem StĂĽck Land, doch wie um alles in der Welt hätten wir uns dieses leisten können – in der Schweiz …

Es gab keinen anderen Weg als den damaligen für uns, bzw. habe ich damals wirklich keinen anderen gesehen. Wir hatten das Glück, ein super schönes Haus zu einem Preis mieten zu können, den man sonst für eine 3 Zimmer-Wohnung in einem Block bezahlt hätte, ohne Garten und Haustiere wären dort ebenfalls nicht geduldet worden.

Nun, wie dem auch sei, ich war verzweifelt. Die Kinder und ich sahen Marco praktisch nicht und ich war wĂĽtend auf ein System, welches Menschen ausbeutet und es nur um die Wirtschaft geht.

Wir waren Anfang 2012 hergezogen, nachdem ich 7 Jahre lang mein eigenes freies Kinderhaus geführt hatte. Spielgruppe, Naturspielgruppe, Mal- und Gestaltungsatelier, original Play Spielgruppe, Mittagstisch, Kita u.v.m. Geplant war der Ausbau auf einen freien Kindergarten und eine freie Schule. Die Bewilligung war bereits eingereicht worden, doch wir erhielten auf unsere bereits mündliche Zusage des Vermieters kurz vor den Frühlingsferien eine Absage für die zusätzlich benötigten Räumlichkeiten.

Zwangseinschulung

Meine Tochter Lemuria war damals 4 Jahre alt und wäre nach den Sommerferien eingeschult worden. Mein Antrag auf ein Jahr Aufschub wurde abgelehnt, obwohl ich erklärte, dass wir im nächsten Jahr die freie Schule eröffnen würden und Lemuria dann dort hingehen würde.

Es kamen noch einige andere Gründe hinzu, welche uns schließlich entscheiden ließen in einen anderen Kanton umzuziehen, um dort unsere Kinder frei lernen zu lassen. Ich fasste also den Entschluss, mein Kinderhaus aufzulösen, alles worein mein Herzblut, meine ganze Energie und mein Geld die letzten Jahre geflossen war, platze wie ein Luftballon.

Hier am neuen Ort hatten wir dann erst einmal ein bisschen Zeit bis zur Einschulung, denn in diesem Kanton war das erste Kindergartenjahr nicht verpflichtend und hinzukam, dass der Stichtag zur Einschulung hier so lag, dass Lemuria gerade nicht mehr da reinfiel.

Wir zogen dorthin, weil Appenzell Außerrhoden damals noch einer der einzigen Kantone war, in welchem Freilernen und nicht nur Homeschooling legal waren. Doch wie sich herausstellte, änderten sich die Gesetze genau in dem halben Jahr zwischen unserem Unterschreiben des Mietvertrages und dem Einzug ins neue Haus.

Freiheit unter Auflagen oder Unschooling mit Kontrolle

Freilernen war zwar theoretisch immer noch möglich, jetzt jedoch an viel striktere Auflagen gebunden. Zudem mussten alle Kinder ab der 2. Klasse zu jährlichen Prüfungen antraben, insgesamt 6 davon. Das war für mich nicht akzeptabel. Auch wenn ich wusste, dass Lemuria mit Bravour die Prüfungen meistern konnte, wollte ich sie nicht diesem unnatürlichen Druck mit Fokus auf Leistung und Benotung aussetzen.

Im Herbst 2015 war das letzte Jahr, in welchem Lemuria noch keine Prüfungen absolvieren musste. 2016 hätte sie dann antraben müssen.

Nebst der allgemeinen Unzufriedenheit mit dem staatlichen System, kamen an diesem einen Abend, als ich auf Marco wartete, verschiedene Ăśberlegungen zusammen.

Digitale Nomadin – DAS ist es!!!

Ich saß da und surfte ein wenig auf Facebook umher, als mir wieder einmal eine Familie auffiel, auf welche ich des Öfteren schon aufmerksam wurde. Heute Abend aber klickte ich das Video an und erfuhr, dass diese Familie ebenfalls Freilerner waren, auch vegan lebten, ortsunabhängig durch die Welt reisten und als digitale Nomaden ihren Lebensunterhalt verdiente.

BĂ„Ă„Ă„M!!! DAS war das Leben, wie ich es mir vorstellte! Ich schaute mir noch einige weitere Videos an und war angefressen! Das wollte ich und ich wĂĽrde es irgendwie auf die Reihe kriegen, wenn ich zu dem Moment auch noch keinen blassen Schimmer hatte wie!

Marco kam nach Hause und ich ĂĽberfiel ihn gleich mit meinen Gedanken. Ich zeigte ihm das Video und sagte, dass ich das wollte. Er schaute mich an und meinte, dass er dabei sei!

Ich war sprachlos! Das hatte ich nicht erwartet. Wir redeten noch lange und kamen zum Entschluss, dass ein Wohnmobil das richtige fĂĽr uns sein wĂĽrde. Wir wollten eine feste Base fĂĽr die Kinder und fĂĽr Joy und so wĂĽrden Kosten fĂĽr Unterkunft, FlĂĽge, Essen, etc. auf ein Minimum reduziert. Doch wie sollten wir das schaffen, ohne Geld? Wir kamen ja nicht einmal so ĂĽber die Runden und Kosten minimieren konnten wir nicht, es gab nichts zu minimieren!

Doch wenn ich etwas wusste, dann, wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt hatte, ich es auch erreichen konnte!

Ich war felsenfest entschlossen!

Ab diesem Tag fügte sich das Schicksal zu unseren Gunsten. Es öffneten sich Türen, wo vorher keine waren und ich spürte regelrecht, dass wir auf dem richtigen Weg sein mussten.

Dinge passierten, die ich nie für möglich gehalten hätte und ich war jede freie Minute damit beschäftigt alles aufzusaugen was es im Netz und in Büchern über Reisefamilien gab.

Zu Beginn, wenn die ersten Gedanken an ein ortsunabhängiges Leben auftauchen, stehen oft viele Fragen im Raum:

  • Wie genau kann so ein Leben denn aussehen
  • Was ist mit der Schule, je nach Land gibt es da ja die unterschiedlichsten Gesetze
  • Wie sollen wir das finanzieren
  • Mit welchem Fortbewegungsmittel sollen wir reisen (Flugzeug, Fahrrad, Bus, Wohnmobil, öffentliche Verkehrsmittel, etc.)
  • Wie sieht es mit Gesundheit unterwegs aus
  • Erst einmal Testreisen oder gleich Vollgas
  • Kann ich mich denn ĂĽberhaupt einfach so abmelden

und viele viele mehr.

Lass Dich doch einfach einmal von anderen Familien inspirieren – genau dafĂĽr habe ich das: Sammelsurium und Verzeichnis: Weltreisender Familien  erstellt.

Bis bald bei Teil 2!

Ich bin Mary Mattiolo

Lifestylehackerin, dreifache Alleingeburts-Mama von Freilernern, Schulabbrecherin, Querdenkerin, freiheitsliebend und vegan.

Seit Mai 2016 im Bus lebend und reisend unterwegs und Coach fĂĽr:

  • Online-Business und Start-ups
  • Webdesign und Marketing
  • LifeStyle-Hacking
  • Auswandern und Freilernen

Ohne einen Cent oder andere Sicherheiten sind wir losgezogen. Alles was wir besitzen, haben wir dabei. Wir leben staatenlos und lieben es! Und auch Du kannst das – wenn Du es willst!

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