Turbulente Emotionen in der letzten Zeit vor dem Auszug

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Turbulente Emotionen in der letzten Zeit vor dem Auszug

Puuuh lange haben wir nichts von uns hören lassen. Das liegt nicht daran, dass wir nichts zu berichten gehabt hätten, nein bestimmt nicht, sondern daran dass wir über alle Ohren damit beschäftigt waren nicht im Chaos unterzugehen. Was uns nicht wirklich gelungen ist …

Es ist schon schräg, da haben wir uns vor ziemlich genau einem Jahr dazu entschlossen – Hals über Kopf alle Brücken abzubrechen und auf Weltreise zu gehen. Und nun ist es so weit. Naja noch nicht ganz. Aber fast. Eigentlich doch schon – irgendwie ….

Genug Zeit ?

Man könnte denken ein Jahr sei genug Zeit seine Sachen loszuwerden und alles zu organisieren. Ja das wäre es auch – denke ich. Aber so ganz planbar war es dann nun doch nicht. Unser ursprünglicher Plan war ja eigentlich erst im Frühjahr aus unserem Haus auszuziehen, doch weil wir ein Angebot bekamen an einem Ort zu überwintern bevor es dann richtig losgeht, hat dies alles über den Haufen geworfen.

Anstelle in aller Ruhe über den Winter unsere ganzen Sachen zu verkaufen, war es dann plötzlich 5 vor 12 und mitten im Sommer wollte alles verkauft werden. Das liegt nicht daran, dass wir noch Geld zur Seite legen wollten, nein. Es war die einzige Möglichkeit unser Wohnmobil zu finanzieren mit welchem wir ja auf Weltreise gehen wollen. Quasi alles was wir haben –  gegen das Wohnmobil. Ja so war das.

So waren unsere letzten Wochen damit ausgefüllt, alle unsere Sachen auszusortieren, einzupacken, zu fotografieren und ins Internet zu stellen, aufzulisten wo was verpackt ist, nur um es dann wieder auszupacken, einzupacken und zu verschicken. Den ganzen Tag lang, oder fast. Denn nebst dem ganzen Troubel bin ich ja auch noch am arbeiten an meinen unzähligen Projekten und habe eine Familie zu versorgen.

Wenn du musst aber nicht mehr magst …

Mitte September ging es mir dann wirklich hundeelend. Nicht weil ich an unseren Plänen gezweifelt habe, oh nein das war das einzige was mir noch Kraft gab. Sondern einfach weil ich nicht mehr konnte. So viel Stress und die ganze Organisierei mit dem Haus und den wirklich bekloppten Vermietern, die bis zum Entscheid dass wir ausziehen, eigentlich ganz nett waren.

Es war einfach zu viel. Ohne meine Arbeit wäre es vieleicht noch halbwegs gegangen doch so war ich einfach nur noch fertig. Ich, die immer Power habe und mich nie unterkriegen lasse und sowieso eh immer alles gebacken kriege war ein nervliches Wrack!

Marco gab mir in dieser Zeit volle Rückendeckung und unterstützte mich wo er konnte, doch auch er hatte enorm viel Stress mit der Arbeit und war ja den ganzen Tag über weg.

So blieb mir nichts als die Zähne zusammen zu beissen und weiter zu machen mit der Hoffnung dass bald ein Ende in Sicht sein würde.

Abschied nehmen auf allen Ebenen …

Mir wurde vieles noch bewusster während ich unser Haus leer räumte. Was mir bis anhin im Kopf bewusst war, kam nun auch in meinem Herzen und Körper an und gab mir mehr Freiheit. Doch der fade Beigeschmack blieb, dass ich es endlich geschafft haben wollte.

Ich bin in meinem Leben mit meinen 26 Jahren nun 35 Mal umgezogen und fand es immer toll. Ich liebte es, auch wenn es anstrengend war. Doch einen Haushalt aufzulösen mit 3 Kindern und jeder Menge Arbeit ohne zu wissen ob wir unser Ziel jemals erreichen werden, weil wir gar kein Geld besitzen, war dann doch eine andere Baustelle und hat mich bis an meine äussersten Grenzen gefordert. Nein, nicht bis an die Grenzen sondern mehrfach darüber hinaus.

Wir brauchen viel weniger als wir denken …

Doch viele schöne Momente erlebte ich. Zum Beispiel dass meine Kinder nicht ein einziges Mal nach etwas gefragt haben was ich weggeräumt habe. Ich habe dies bewusst nicht vor ihren Augen getan, denn wer kennt es nicht… Da liegt eine Kiste gefühlte Ewigkeiten irgendwo und kaum packt man sie aus um sie wegzugeben ist sie das Interessanteste was es auf Erden gibt. Ich habe dies aber auch nicht getan um meine Kinder zu übertölpeln. Ich weiss welche Dinge ihnen viel bedeuten und diese habe ich selbstverständlich nicht einfach eingepackt. Ich wollte einfach alles in den Kisten haben um zu wissen wo was ist. Sie hätten jeder Zeit fragen können hätten sie etwas vermisst und ich hätte es einfach wieder ausgepackt. Doch nicht ein einziges Mal kam diese Frage – von keinem der drei Kinder.

Und so erging es auch mir. Ich war noch nie ein Mensch der an materiellen Dingen hängt, ausser an Büchern, aber davon fange ich gar nicht erst an. Das würde ein Buch für sich geben 😉 Mir fiel es überhaupt nicht schwer, nein es war eine riesen Erleichterung wieder etwas neues verpackt zu haben und nicht einmal habe ich etwas davon vermisst.

Bei vielen Dingen sind mir alle Gedanken und Geschichten mit den dazugehörigen Menschen noch einmal bewusst geworden und ich bin mein Leben quasi revue durchgegangen.

Pendeln zwischen neuem und altem Leben ….

Nun wie dem auch sei, irgendwann im Oktober war das Haus dann fast leer und wir beschlossen in ein paar Tagen aus dem Haus zu gehen und hin und her zu fahren von unserem vorübergehenden Wohnort zu unserem alten Haus. Dies einerseits weil wir noch viel im Garten zu erledigen hatten aber auch weil wir kein Umzugsauto mieten wollten und alles mit unserem Kombi und dem Wohnmobil transportieren wollten.

Da ich selbst nicht Auto fahre war die grösstenteils Marcos Aufgabe. Vor oder nach der Arbeit fuhr er also jeweils zum Haus und holte noch alle Dinge ab oder entsorgte diese. Ich war mit den Kindern derweil beschäftigt uns am neuen Ort einzuleben und mit unseren verbliebenen Sachen einzuräumen.

Die erste Nacht war nicht so ruhig, neue Betten, andere Räume, etc. das war dann auch für Lemuria der Moment wo es ihr zu viel wurde. Sie hatte Heimweh. Mir ging es auch nicht rosig, da sich der ganze Stress der letzten Monate langsam aber sicher so sehr auf mich herabliess dass ich mich fühlte als würde ich in den Boden gedrückt.

Die nächsten Tage lebten wir uns ein und richteten unsere Zimmer die wir bezogen nach unseren Bedürfnissen aus. Langsam kehrte ein neuer Alltag ein und die Kinder genossen es die neue Umgebung zu erkunden. Ich war zwar noch immer erschlagen von allem, doch spürte ich auch dass dies die ganzen Eindrücke der letzten Monate und auch Jahre waren, in denen wir in einem Leben lebten, welches für uns einfach nicht das richtige war. Wir haben es gebraucht um uns nun für dieses neue Leben zu entscheiden, doch endlich spürte ich wie meine Freiheit zurückkehrte und ich mich nicht mehr einem System unterwerfen musste/wollte mit welchem ich nichts anzufangen wusste.

Was wir sonst noch aller erlebt haben, wie wir uns abgemeldet haben und weitere spannende Geschichten aus unserem Leben erfährst du bald hier.

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Ich bin Mary Mattiolo

Lifestylehackerin, dreifache Alleingeburts-Mama von Freilernern, Schulabbrecherin, Querdenkerin, freiheitsliebend und vegan.

Seit Mai 2016 im Bus lebend und reisend unterwegs und Coach für:

  • Online-Business und Start-ups
  • Webdesign und Marketing
  • LifeStyle-Hacking
  • Auswandern und Freilernen

Ohne einen Cent oder andere Sicherheiten sind wir losgezogen. Alles was wir besitzen, haben wir dabei. Wir leben staatenlos und lieben es! Und auch Du kannst das – wenn Du es willst!

4 Kommentare
  • Sonja Weilenmann
    Veröffentlicht am 16:51h, 14 November Antworten

    Liebe Mary

    Ja, egal wie es kommen wird, das Leben ist lehrreich und wunderbar. Ich liebe es und je mehr ich mich dem Leben selbst öffne, so wie es gerade ist und nicht wie es einmal sein könnte oder wie es einmal war, um so mehr fühle ich mich darin frei. Ich gönne dir herzlich das Gefühl der Freiheit und wünsche mir so sehr, dass jeder Mensch “seine” Freiheit findet.

    Herzlich
    Sonja

    • Mary Mattiolo
      Veröffentlicht am 12:31h, 15 November Antworten

      Liebste Sonja

      Ja genau, seit ich uns abgemeldet habe, fühle ich mich seit langem wieder frei. Es ist wunderbar und ich freue mich auf viele neue lehrreiche Begegnungen. Gerade fühlt sich das Leben einfach wunderbar an, alles scheint mir zu bestätigen dass ich auf dem richtigen Weg für mich bin und ich geniesse es einfach nur 🙂

      Sei herzlich gegrüsst und hoffentlich auf bald ! Alles Liebe Mary

  • Sonja Weilenmann
    Veröffentlicht am 08:28h, 11 November Antworten

    Liebe Mary,

    Vielen Dank für den Bericht. Von Herzen wünsche ich euch, zurückkehrende Kräfte, Erholung in der Winterpause und viel Schwung für euren Aufbruch im Frühling mit der Kraft des Frühlings. Möge euch die ganze Freiheit, die ihr ersehnt, geschenkt werden. Ich drücke euch die Daumen, dass ihr wirklich das Leben leben könnt, das ihr möchtet mit einem Wohnmobil, welches euch ein geschütztes Haus in der Heimat Welt ist.

    Ich grüsse euch alle herzlich
    Sonja

    • Mary Mattiolo
      Veröffentlicht am 15:24h, 13 November Antworten

      Liebe Sonja

      Vielen Dank für deine lieben Wünsche. Ich spüre wie die Kräfte zurück kehren und wir langsam ankommen im neuen Leben, welches sich die nächsten Monate wohl noch ganz oft verändern wird.

      Und egal wie es kommen wird, wir werden auf jeden Fall vieles dabei lernen.

      Ich grüsse dich mit vielen Sonnenstrahlen. Mary

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