Vegan, gesund und hormonfrei verhüten – Wie geht das? [Gastbeitrag]

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Über die Gastautorin

Anne und Marcus sind als Fruchtbarkeitsexperten sowohl auf Youtube als auch als Blogger online aktiv. Sie helfen Frauen durch Körperbeobachtung der Eisprungzeichen wie Zervixschleim und Basaltemperatur dabei ihre hochfruchtbare Tage im Zyklus zu
bestimmen, um natürlich schwanger zu werden. Ihr Buch “Wann bin ich fruchtbar?” ist schon jetzt ein Klassiker.

Du willst wissen, wie du vegan, sicher & hormonfrei verhüten kannst? Ich habe seit 2009 eine Lösung für mich gefunden, die ich nun mit dir teilen möchte.

2009 war das entscheidende Jahr, in dem ich all meinen Mut zusammen genommen habe und die Pille abgesetzt habe.

Ja, es erforderte Mut, denn zu diesem Zeitpunkt kannte ich außer dem Kondom noch keine sichere hormonfreie Alternative zur Pille und ich wollte auf keinen Fall schwanger werden zum damaligen Zeitpunkt. Ich war mitten im Studium, meinen heutigen Partner kannte ich nur wenige Monate, mein Frauenarzt wollte mir am liebsten eine andere Pille verschreiben oder die Spirale einsetzen, was für mich jedoch auch nicht infrage kam.

Meine Freundinnen rechneten jeden Monat damit, dass ich ungeplant schwanger werde, nachdem ich die Pille abgesetzt hatte…

Doch ich sagte zu mir: Es muss eine andere Lösung geben, als jeden Tag Hormone zu nehmen.

Ich fühlte mich wirklich täglich ein Stück unwohler mit dem Gedanken daran, ein Medikament zur Verhütung zu nehmen – ich hatte nicht so schlimme Nebenwirkungen wie andere Frauen unter Hormonen – aber ich fühlte mich einfach nicht gesund und glücklich mit der Pille. Wobei ich im Nachhinein schon einen Libidoverlust unter der Pille bei mir vermute, denn nach dem Absetzen der Pille merkte ich nach für nach eine deutliche Steigerung der Libido bei mir. Vielleicht kam der Libidoverlust – eine übrigens relativ häufige Nebenwirkung hormoneller Verhütung – bei mir sehr schleichend, sodass es mir unter der Pilleneinnahme nicht aufgefallen ist. Wie dem auch sei …

 

Mein Weg nach dem Absetzen der Pille

symptothermale.methodeErstmal versuchte ich es mit dem Persona Verhütungscomputer, hormonfrei zu verhüten, doch der fand ein halbes Jahr (!) meinen Eisprung nicht! Also suchte ich weiter und als ich die Hoffnung fast aufgeben wollte, fand ich glücklicherweise die symptothermale Methode.

Wie die Methode im groben funktioniert, ist leicht erklärt. Ich beobachte und dokumentiere meinen Zyklus, indem ich meine Basaltemperatur (Temperatur im Körper vor dem Aufstehen und körperlicher Bewegung) messe und meinen Zervixschleim beobachte.

Die gemessene Temperatur und den Zervixschleim trage ich bequem in ein digitales Zyklusblatt auf mein Smartphone oder iPod touch ein. Anschließend bestimme ich nach bestimmten Regeln meine fruchtbaren und unfruchtbaren Tage im Zyklus.

An den unfruchtbaren Tagen, kann ich Sex haben, ohne schwanger zu werden, an den fruchtbaren Tagen verwende ich ein Kondom zur Verhütung. Und das war es auch schon!

Hohe Sicherheit in ALLEN Lebensphasen ?!

Diese Verhütung ist nach langjährigen Studien genauso sicher wie die Pille und hat keine Nebenwirkungen, da sie nicht in den Zyklus eingreift. Und es kommt noch besser, wenn du dir ein analoges Basalthermometer aus Glas kaufst, wie das Geratherm basal und vegane Kondome nutzt, dann ist die Methode zu 100% vegan.

Die Methodenregeln für die Zyklusauswertung und wie ich alles beobachten muss, habe ich mir in wenigen Wochen mithilfe des Buches „Natürlich & sicher” selbst beigebracht, dass nur knapp 15 Euro kostet. Das Thermometer “Geratherm basal” habe ich für etwa 10 Euro erworben und meine Smartphone App für 5 Euro. Somit habe ich meine Verhütung für knapp 30 Euro ein Leben lang abgesichert.

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Quelle: Bildschirmfoto von selbsteingegebenen Daten in das myNFP App

Ja, du hörst richtig – ein Leben lang, denn wenn man weiß, wann man fruchtbar ist, kann man das in jeder Lebenslage anwenden. Ich habe die symptothermale Methode bereits nach dem Absetzen der Pille mit Verhütungsabsicht, bei Kinderwunsch und in der Stillzeit angewandt. Aktuell verwende ich es wieder mit der Absicht zu verhüten.

Zum Kinderwunsch muss ich noch sagen, dass ich gleich im ersten „Übungszyklus“ schwanger geworden bin, da ich meinen Eisprung mit der Methode bis auf wenige Tage genau eingrenzen kann. Sicher gehört auch etwas Glück dazu, dass es schon im ersten Zyklus klappt, aber eine Studie zeigte auch hier, dass Frauen durch die Anwendung der Methode deutlich schneller schwanger werden.

Die Stillzeit meines Kindes war normal lang, würde ich sagen. Mein Kind hat sich schon mit 20 Monaten von selbst abgestillt. Eine Stillberaterin sagte mir einmal, dass die meisten Kinder sich mit etwa zwei bis drei Jahren von selbst abstillen. Ich habe meine Menstruation erst nach kompletten Abstillen – also erst 20 Monate nach meiner Entbindung wieder bekommen. Während dieser 20 Monate Stillzeit habe ich mit speziellen Stillzeitregeln ausgewertet und an den fruchtbaren Tagen mit Kondom verhütet. Ich fühle mich insgesamt, seitdem ich sie anwende, viel freier und gesünder. Auch nach der Stillzeit konnte ich problemlos weitermachen, bis heute … Und vielleicht fragst du dich jetzt genau die gleiche Frage wie ich, als ich damals das erste Mal von der symptothermalen Methode gehört habe: Warum ist eine so sichere, hormonfreie, vegane und preiswerte Methode bloß so unbekannt?

Wie ich zu bloggen anfing über die symptothermale Methode

Bis heute wissen nur etwa 4 Prozent der deutschen Frauen, dass es die symptothermale Methode gibt und nur etwa ein Prozent der deutschen Frauen wendet sie an. Das kann doch nicht so bleiben, oder? Und genau das war meine Motivation im Jahr 2011, gemeinsam mit meinem Partner, der mich immer voll und ganz unterstützt hat, einen Blog zu gründen, um die symptothermale Methode zu verbreiten und Interessierte aufzuklären.

Tja und jetzt bin ich hier und schreibe diesen Gastartikel, während unser Blog schon 70.000 Besucher im Monat hat. Wow – davon haben wir damals immer geträumt, als wir anfingen zu bloggen. Wir sind soooo dankbar für so viel Interesse an unseren Angeboten. Mein Partner und ich sind mittlerweile Fruchtbarkeitsberater/in und wir helfen Frauen, sowohl mithilfe der symptothermale Methode schwanger zu werden, als auch zu erlernen, hormonfrei zu verhüten.

Fruchtbare Grüße sendet
Deine Anne

Ich bin Mary Mattiolo

Lifestylehackerin, dreifache Alleingeburts-Mama von Freilernern, Schulabbrecherin, Querdenkerin, freiheitsliebend und vegan.

Seit Mai 2016 im Bus lebend und reisend unterwegs und Coach für:

  • Online-Business und Start-ups
  • Webdesign und Marketing
  • LifeStyle-Hacking
  • Auswandern und Freilernen

Ohne einen Cent oder andere Sicherheiten sind wir losgezogen. Alles was wir besitzen, haben wir dabei. Wir leben staatenlos und lieben es! Und auch Du kannst das – wenn Du es willst!

2 Kommentare
  • Frank Müller
    Veröffentlicht am 11:27h, 16 Dezember Antworten

    Serwus,
    ich gehöre zu den Menschen, die früher überhaupt keine Kondome ausstehen konnten, weil ich vegan lebe. Alleine schon beim Gedanken, dass ich etwas tierisches überziehen muss, nahm mir den Spaß an Kondomen. Gott sei Dank gibt es nun vegane Kondome, sodass ich nicht mehr auf Kondome verzichten muss. Besonders gern mag ich die Gefühlsechten, aber auch die gerippten oder genoppten Kondome bereiten mir Spaß. Leider informieren sich nicht viele Veganer über Kondom Alternativen und benutzen erst kein Kondom. Ich fand eine interessante Internetseite https://kondom-guru.net/vegane-kondome/ die jeden gesundheitsbewussten Veganer ausführliche Informationen zu veganen Kondom liefert. Kein Mensch sollte das Risiko auf die leichte Schultern nehmen, sondern handeln und sich schützen.
    Gruß

    • Mary Mattiolo
      Veröffentlicht am 18:50h, 17 Dezember Antworten

      Hallo Frank

      Danke für den Link. Ich bin mir aber nicht sicher ob du verstanden hast um was es bei diesem Gastbeitrag geht? Es geht ja nicht darum nicht zu verhüten, sondern um eine Verhütungsmethode welche jede Frau / jedes Paar erlernen können. Oder habe ich dich irgendwie falsch verstanden?

      Sei lieb gegrüsst Mary

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