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Wassergeburt – sicher, natürlich und schon seit immer da


Wassergeburt

Was ist eine Wassergeburt?

Ich habe festgestellt, dass die Vorstellungen einer Wassergeburt weit auseinander reichen. Unter einer Wassergeburt versteht man das gebären eines (oder mehreren) Babys unter Wasser. Wenn z.B. in einer Institution eine Wassergeburt angeboten wird, jedoch die Gebärende nach der Eröffnungsphase wieder aus dem Wasser steigt und das Baby „an Land“ auf die Welt kommt, ist dies keine Wassergeburt.

Deshalb sollte man sich bei einer Krankenhausgeburt oder im Geburtshaus immer im Voraus informieren wie die Wassergeburt gehandhabt wird. Ansonsten kann es zu Überraschungen kommen, welche nicht erwünscht sind.

Mehr als ein Drittel wünschen sich eine Wassergeburt

Heute möchten mehr als ein Drittel aller Frauen, ihr Baby im Wasser bekommen! Trotzdem werden nur etwa 5% aller Babys im Wasser geboren! Im Ausland und bei international führenden Kliniken liegt der Anteil im Pool entbundener Babys deutlich höher – zwischen 40% und 52% werden dort durchschnittlich im Wasser geboren. Ein enormer Nachholbedarf also hierzulande!

Obwohl immer mehr Kliniken bereits Gebärwannen anbieten und installiert haben, dürfen die Frauen meist nur bis zur eigentlichen Geburt im Wasser geniessen und müssen dann an Land, um ihr Baby auf dem trockenen zu gebären.

Dies lässt sich vor allem auf die unerfahrenen Geburtshelfer zurückführen. Ausserdem werden in vielen Kliniken die Geburtswannen nur als Marketingstrategie aufgestellt und bei den Rundgängen besonders hervorgelobt – nur um die Frauen dann später bei der Geburt zu enttäuschen; denn welche Frau wechselt schon das Spital während den Wehen ?!

Informiere Dich

Falls du also wirklich eine Wasser-Krankenhausgeburt anstrebst, kläre ganz genau im Vorfeld ab wie die Austreibungsphase und eigentliche Geburt aussieht und ob diese im Wasser stattfinden darf!

Als Alternative steht hier natürlich die Wasser-Hausgeburt entgegen oder sollte dies nicht möglich sein ein Geburtshaus.

Wassergeburt – eine uralte schonende und sichere Geburtsmethode

Warum hat Wasser auf die meisten Menschen eine so grosse Anziehung und Faszination?

Wir verbringen die ersten 9 Monate unseres Lebens im Fruchtwasser und diese Erinnerungen führen uns zu unserer Ursprünglichkeit zurück.

Schon seit immer

Wassergeburten werden schon seit Urzeiten praktiziert. Man kannte und schätzte die heilenden Wirkungen des Wassers, sowohl psychisch wie auch physisch. Überall wo Wasser war findet man die Wassergeburt. Diese schonende Alternative ist sowohl für die Mutter als auch für das Kind eine ideale Möglichkeit. Wissenschaftliche Untersuchungen und langjährige Erfahrungen belegen heute ohne Zweifel, dass eine Wassergeburt für Mutter und Kind ungefährlich ist und genauso sicher (wenn nicht sicherer) als eine Landgeburt.

Sicher für beide

Mittlerweile sind auch die kritischen Stimmen verstummt – denn heute gibt es bereits eine Vielzahl von gross angelegten Studien, welche wissenschaftlich belegt und dokumentiert sind und die Vorteile der Wassergeburt bestätigen.

Die Angst, das Kind könnte unter Wasser ersticken ist völlig unbegründet, denn der sogenannte Tauchreflex oder auch Diving-Reflex, verhindert, dass Wasser in die Luftröhre des Babys gelangt. Ein Neugeborenes atmet erst dann das erste Mal ein, wenn sein Gesicht keinen Wasserkontakt mehr hat. Bis es durch die Lungen selbst atmet, wird es weiterhin, wie auch schon in der pränatalen Zeit durch die Nabelschnur mit Sauerstoff versorgt.

Dadurch ist auch die Gefahr einer Infektion nicht etwa höher als bei Landgeburten (neueste Erkenntnisse bestätigen dies), denn sogar bei allfälligem verschmutztem Wasser durch die Geburt, verhindert der Diving-Reflex das einatmen des Wassers.

Vorteile

Während den Wehen wirkt das Wasser angenehm, entspannend und schmerzlindernd. Nicht nur der physische Aspekt, sondern, wenn nicht vorallem, der psychologische Aspekt einer Haus-Wassergeburt bringt viele Vorteile mit sich. Je angenehmer und vertrauter die Umgebung, desto entspannter kann sich die Mutter der Geburtsarbeit hingeben und die entsprechenden Hormone fliessen lassen um eine natürliche Geburt zu erleben.

Generelle Merkmale einer Wassergeburt sind unter vielen anderen Vorteilen, z.B.:

  • Die Schmerzlinderung für die Mutter
  • Enorme Stressreduzierung für das Kind – vor allem der Übergang vom warmen Fruchtwasser in den Geburtspool erleichtert dem Baby das Ankommen enorm
  • Das warme Wasser wirkt entspannend (32 – 36°C) und fördert eine gute Durchblutung, welche wiederum für eine gute Sauerstoffzufuhr zum Kind nötig ist
  • Der Teufelskreis Angst – Verspannung – Schmerz wird wirkungsvoll unterbrochen
  • Im warmen Wasser wird der Parasympathikus aktiviert (im normalen Tagesbewusstsein regiert der Sympathkus unser vegetatives Nervensystem) – dieser sorgt für eine entspannte ruhige Haltung und verhift dem Körper zu einer verstärkten Endorphin- und Oxytocinausschüttung (was wiederum für den Stillbeginn von grossem Vorteil ist)
  • Die Ausschüttung von Stresshormonen wie z.B. Adrenalin wird im Wasser reduziert und es entstehen viel weniger Verkrampfungen
  • Die Pulsfrequenz verringert sich im warmen Wasser und wirkt blutdrucksenkend – die Atmung wird gleichmässig und der Körper braucht weniger Sauerstoff
  • Und daneben gehen Wassergeburten meist schneller als „Landgeburten“
  • Verkürzte Eröffnungsphase und Austreibungsphase
  • Schmerzmittel sind zum grössten Teil überflüssig
  • Die Auftriebswirkung des Wassers (physik. archimedisches Prinzip) sorgt dafür, dass sich das Körpergewicht um 90% reduziert, somit wiegt der Körper nur noch 10% seines Gewichts, was für eine besonders gute Beweglichkeit sorgt
  • Auch das Gewicht des Babys beträgt nur noch 1/10 – der Druck nach unten während der Geburt wird deshalb weniger
  • Wehenfördernde Mittel werden extrem selten gebraucht
  • Die Wehen werden harmonischer empfunden
  • Die Anzahl an Dammschnitten- und Verletzungen ist um ein vielfaches geringer ( 4% im Vergleich zu 48% bei Landgeburten!)
  • Tritt eine Dammverletzung dennoch ein, ist diese meist um ein vielfaches geringer als an Land
  • Der Blutverlust ist deutlich geringer, bzw. nach einer Wassergeburt am geringsten im Vergleich zu allen anderen Geburtsarten (35% geringer)
  • Es treten weniger Infektionen sowohl bei der Mutter wie auch beim Kind auf (es wurden z.B. Studien mit Streptokokken B positiven Müttern gemacht, die Neugeborenen waren gegenüber Landgeburten seltener kolonisiert!)
  • Sogar bei vorausgegangenem Kaiserschnitt ist die Warscheinlichkeit für eine Spontangeburt im Wasser um ein Vielfaches erhöht
  • Bei Wassergeburten sind weniger medizinische Interventionen nötig als bei Landgeburten
  • Das Geburtserlebnis wird als weniger schmerzhaft empfunden als bei einer Landgeburt
  • Risiken wie Präeklampsie, Infekte, mekoniumhaltiges Fruchtwasser und pathologisches CTG finden sich häufiger bei Landgeburten

Ursprung und andere Kulturen

Bereits die Ägypter wussten die heilende Wirkung des Wassers einzusetzen und hielten dies in Hieroglyphen fest.

Auch die Maoris in Neuseeland machten sich die Wassergeburt zu Nutze, heute findet man überall die sogenannten „Tidepools“  an den Küsten. Das sind kleine Becken, die aus Steinen gebildet wurden um vor den Wellen zu schützen und trotzdem fliesst immer wieder frisches Wasser hinein.

In Polynesien „gebraucht“ man die warmen Lagunen der Korallenriffe zur Geburt…

In Mittelamerika (z.B. Costa Rica), auf Hawaii und Samoa, am Amazonas, bei den Cumash-Indianern ….. überall wo man Wasser findet, finden wir auch die Wassergeburt.

Hier in Europa fand die erste (offiziell aufgezeichnete) Wassergeburt 1803 in Frankreich statt, dort wurden bereits zu dieser Zeit warme Bäder zur Geburtshilfe eingesetzt!

Hier in unserer Gegend wurden wir durch den französischen Geburtshelfer Michel Odent in den 70er Jahren darauf aufmerksam gemacht, als dieser mit aufblasbaren Planschbecken den Frauen während den Wehen Entspannung verschaffte.

Aktive sanfte Geburt

Im Wasser wird die Schwerelosigkeit spürbar und es sind Bewegungen möglich, die an Land nur schwer oder gar nicht ausführbar sind. Dadurch hat die Mutter die grössmögliche Bewegungsfreiheit und es stehen ihr unzählige Positionen, die sie selbst wählt, zur Verfügung um die optimale Position für sie und ihr Baby zu finden.

Das Wasser lässt die Geburtswege und den Damm elastisch und dehnbar werden, was wiederum dazu führt, dass die Gebärende in praktisch allen Fällen ohne Schmerzmittel auskommt. Auch wird die körpereigene Hormonausschüttung angeregt (vermindert wehenfördernde Massnahmen um ein vielfaches) und in der Austreibungsphase kann die Frau selbst bestimmen, wie schnell ihr Baby zur Welt schwimmen soll, Dammrisse werden so am vorteilhaftesten vermieden.

Eine Wassergeburt ist also durchaus eine Möglichkeit, welche Du in Betracht ziehen solltest wenn Du schwanger bist oder es werden möchtest.

PS: Meine drei Kinder kamen alle auch im Wasser zur Welt – einfach wundervoll!


Hattest Du eine Wassergeburt oder hast es vor? Dann freue ich mich auf Deinen Kommentar!

Hey, ich bin Mary Mattiolo!

Geboren 1989, Querdenkerin, Veganerin, Rebellin und Mama von einer Tochter (2007) und zwei Söhnen (2010 und 2012), allesamt Freilernerreise seit 2016 im Bus um die Welt und verzaubere als WebdesignerinFunnel-Expertin und Technik-Nerd die Köpfe der Menschen!

Ich helfe Online-Unternehmerinnen, meist Müttern, die weniger Aufwand für die Kundengewinnung, dafür mehr Zeit für ihr Business und vor allem ihre Familie wollen, durch Funnel-Marketing immer wiederkehrende Prozesse zu automatisieren, sowie durch gezielte Funnel, aus Interessenten Kunden zu machen!