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Wege ins Vertrauen


Wege ins Vertrauen

Wir schreiben das Jahr 2015 nach Christi und wahrscheinlich waren die Menschen im Jahr 2015 vor Chr. vertrauensvoller in Sachen Schwangerschaft, Geburt und Entwicklung der Kinder als heute!

Über das „wie es dazu kam“ möchte ich gar nicht schreiben, da gibt es viele Überlegungen und Hypothesen. Ich möchte eher darauf schauen, wie wir wieder zu unserem inne liegenden Vertrauen zurück finden können.

Wie ich persönlich zum Vertrauen fand, oder besser gesagt, wie ich mich ihm immer wieder annähere, das kann ich gern teilen. Bei vielen meiner Klienten durfte ich beobachten: es gibt verschiedene Wege dorthin und auch universelle Inspirationen, welche den Prozess erleichtern.

Was mir noch wichtig ist, zu erwähnen: es ist wahrlich ein Prozess und unser Verstand führt uns zielsicher immer wieder heraus aus diesem vertrauensvollen Zustand. Und das ist auch gut so, denn blindes Vertrauen hätte uns evolutionsbiologisch nicht vor den realen Gefahren des Lebens gerettet. Nun lauern keine wilden Tiere mehr hinter Felsvorsprüngen, die durchschnittlich gesehenen Gefahren bestehen eher in Technik vertrauenden, und normalverteilungsgläubigen Ärzten. Welche natürlich das machen, was sie gelernt haben. Das ist auch statthaft: gehe ich zu einem Homöopathen mit einem Leiden bekomme ich Globuli, gehe ich zu einem Psychologen, bekomme ich Psychotherapie, gehe ich zu einem Osteopathen bekomme ich osteopathische Behandlungen und so weiter.

Vertrauensvoll sein bedeutet für mich: in sich hinein spüren und dann einen Weg einzuschlagen, bei dem man sich gut fühlt. Beispielsweise brauchen manche Frauen Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft, um sich gut zu fühlen und andere nicht. Manche können nur in Vertrauen gebären, wenn sie allein sind und für andere wäre das eine sehr beängstigende Situation.

Vertrauen kann gerade aus Komplikationen wachsen. Wenn zum Beispiel eine Gebärmutterhalsverkürzung festgestellt wird, kann man wöchentlich zur ärztlichen Messung gehen oder nach eingehender Recherche entscheiden, dass diese Untersuchungsergebnisse kaum etwas aussagen.

vertrauenWie ich zu meinem Vertrauen fand

Schon als Kind hatte ich eine Abneigung gegen medizinische Interventionen. Es war aber tatsächlich ein „dagegen sein“, daraus ist ein „für natürliche Interventionen“ geworden.

Die Geburt meiner ersten Tochter hat maßgeblich zu dieser Werdung beigetragen. Diese fand hingegen meinem Wunsch in einem, zwar anthroposophischen, aber Kranken-Haus statt, aufgrund einer leichten Spätgestose (sog. Schwangerschaftsvergiftung).

Die zweite Geburt fand eher ungeplant zu Hause statt und weil (wie insgeheim gewünscht) ohne Fachpersonal statt. Die Dritte Geburt war dann, trotz Beckenendlage eine geplante Alleingeburt. Durch diese einschneidende Erfahrung, in der vermeintlich so viel Gefahr im Raum stand, konnte ich mich eingehend im Vertrauen üben. Und es geht ständig weiter, freilernde Kinder die ihr eigenes Tempo gehen, erfordern die permanente Aufrechterhaltung des erwartungsfreien Raumes. Mein vertrauensvolles Mantra:

Ich bin in freudvoller Erwartung des Besten. Alles kommt zur rechten Zeit!                 

Wege ins Vertrauen finden

Jeder Mensch kommt mit einem Urvertrauen auf die Welt. In vielen Fällen wird dieses Vertrauen in die Bezugspersonen, in die eigenen Fähigkeiten, in die Welt mehr oder weniger erschüttert. Durch familiäre und später gesellschaftliche Glaubenssätze werden die selbst gemachten Erfahrung noch weiter zementiert. „Wer sich auf andere verlässt, ist verlassen“ oder „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ usw.
Wenn Kinder ins Haus stehen, geboren werden und sich dann entwickeln, ist das eine gute Gelegenheit, sein Vertrauen immer wieder auszubauen. Es beginnt mit der Schwangerschaft: Vorsorgeuntersuchungen? Wenn ja, wie gehe ich mit beängstigenden Ergebnissen um? An ihnen kann man wachsen.

Wo, wie und mit wem möchte ich gebären? Soll mein Kind an Vorsorgeuntersuchungen teilnehmen? Geimpft werden? Vertraue ich darauf, dass sich alle Entwicklungsschritte zur rechten Zeit einstellen oder vertraue ich eher der Normalverteilungskurve? Ist mein Kind noch normal? Ist es etwa ein Spätsprecher? Habe ich genug Vertrauen und kann ich es aushalten, wenn mein freilernendes Kind selbstbestimmt erst mit 11 Jahren flüssig lesen lernt? All dies sind herrliche Entwicklungsfelder!

Danken wir unseren Kindern für diese immer wiederkehrenden Möglichkeiten, uns immer wieder an unser ureigenes Vertrauen anzunähern.

Wie spürt man das Vertrauen?

Es ist schwer zu beschreiben, denn es stammt aus einer Zeit, in der wir noch nicht in Worten dachten. Die meisten Menschen beschreiben es so: „Ein Gespür für den richtigen Weg“, „Ein gutes Bauchgefühl“, oder „es fühlt sich einfach richtig an“.

3 Inspirationen für den eigenen Weg ins Vertrauen

  • Füttere Deinen Verstand mit statischen und kritischen Informationen

Für die meisten von uns ist es sehr dienlich, wenn wir gut informiert sind. (Das kann auch bedeuten, dass Statistiken beruhigend sind oder sie verworfen werden, weil sie nicht hinreichend gut designed sind.) Empfehlenswerte Bücher zu Schwangerschaft, Geburt und Kinderentwicklung und Umgang mit Kindern findet ihr auf meiner Webseite www.DieSystemikerin.de

  • Reise ins Innere

Mache es Dir bequem, lass alle Gedanken und Gefühle kommen und gehen. Wenn Dir das schwer fällt, kannst Du Dich erst einmal auf Deinen Atem konzentrieren. Wenn Dein Geist zur Ruhe gekommen ist, dann horche in Dich hinein, lasse Dein Thema in Deinen leeren, inneren Raum hinein. Was macht das mit Dir ? Bleibst Du ruhig ? tauchen Farben auf ? Wird es Dir warm ?

  • Kontakt zur Natur aufnehmen

Gehe lange spazieren, lasse Deinen Geist zur Ruhe kommen und schau Dich um, spüre die Vollkommenheit und stelle Deine Frage („ist alles gut? Kann ich vertrauensvoll meinen Weg gehen?“) Das was Du als erstes „spürst“ ist Deine Antwort. Vielleicht geht auch plötzlich ein Windhauch, ein Vogel fliegt auf, eine Wolke bricht auf und die Sonne tritt hervor. Was bedeuten diese Zeichen in Bezug auf Deine Frage?

  • Rat vom zukünftigen Ich

Stelle Dir vor, Du wärest nun 92 Jahre alt und würdest auf Dein Leben zurückblicken. Aus dieser vertrauensvollen Altersweisheit heraus: Welchen wohlwollenden Rat würdest Du Dir aus der Zukunft für Dein heutiges Ich geben ?


strafanie_2 Kopie 2Über die Gastautorin Stefanie Bruns

  • Diplom-Psychologin
  • Systemische Therapeutin und Familientherapeutin
  • Ehefrau
  • Mutter dreier freilernender Kinder
  • lebt und arbeitet mit ihrer Familie in Portugal
  • Ihre Steckenpferde sind Online-Coachings und Webinare zu den Themen: Vertrauen in sich, seine Fähigkeiten, seinen Weg und in die Kinder und deren Entwicklung
  • www.DieSystemikerin.de

Hey, ich bin Mary Mattiolo!

Geboren 1989, Querdenkerin, Veganerin, Rebellin und Mama von einer Tochter (2007) und zwei Söhnen (2010 und 2012), allesamt Freilernerreise seit 2016 im Bus um die Welt und verzaubere als WebdesignerinFunnel-Expertin und Technik-Nerd die Köpfe der Menschen!

Ich helfe Online-Unternehmerinnen, meist Müttern, die weniger Aufwand für die Kundengewinnung, dafür mehr Zeit für ihr Business und vor allem ihre Familie wollen, durch Funnel-Marketing immer wiederkehrende Prozesse zu automatisieren, sowie durch gezielte Funnel, aus Interessenten Kunden zu machen!