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Wir sind alle Ausländer – Fast überall Ausländer


Wir sind alle Ausländer – Fast überall Ausländer

Als reisende Familie bewegen wir uns einen großen Teil des Jahres im Ausland. Dementsprechend fühlen wir uns fast überall als Ausländer.
Die Sprache ist uns meist fremd und ebenso die Kultur.
Dank der Globalisierung gleichen sich vor allem die Wirtschaftsprodukte überall an und zumindest bei Lidl und Aldi kann man sich fast wie in Deutschland fühlen.
Wobei ich genau diesen Punkt als Tragik sehe, denn dadurch verlieren die einzelnen Länder sehr an Individualität.

Während unserer Europareise durch 14 Länder konnten wir fast überall in Euro bezahlen und mussten kaum eine Grenze passieren. Und doch gab es ein paar wenige Länder, wo es einfach noch anders war. So wie in meiner Kindheit. Sobald man die eigene Landesgrenze überschritten hatte, musste man in die dortige Währung umrechnen. Die Regale im Laden waren gefüllt mit für mich fremden Produkten. Man hatte Neuland vor sich, musste alte Pfade verlassen und sich auf Neues einstellen. Das war spannend und brachte mehr als ein „Aha“ Erlebnis zustande. Das Leben war prickelnd durch diese Erfahrungen.

Die Erde kennt keine Grenzen

Die Erde selbst ist sich keiner Grenzen bewusst. Grenzen sind von Menschen gemacht und entstehen in unseren Köpfen. Vor allem begrenzen sie uns und manchmal geben sie Schutz.
Durch das Reisen empfinden wir uns in erster Linie als Weltenbürger, die zufällig in einem Land Namens Deutschland geboren wurden. Mittlerweile ist es für uns ein Heimkommen, wenn wir nach Portugal auf unser Grundstück fahren oder aber einfach nur in unser Wohnmobil steigen. Auch Deutschland bedeutet Heimat, ohne Zweifel. Doch auch hier sind es viele Orte, bei denen wir das Gefühl haben, verwurzelt zu sein.
So empfinden wir den Planeten Erde als unser Zuhause und wir sind dankbar dafür, dass wir wenigstens ein wenig von diesem großartigen und wundervollen Planeten sehen können.

In unseren Erinnerungen

Das kostbare am Unterwegssein sind die Erinnerungen. Man markiert prägnante Ereignisse irgendwie anders, als wenn man statisch lebt. Daher wird mir immer im Bewusstsein sein, dass mein 40. Geburtstag in der Wildnis stattgefunden hat und ein Pack Kojoten mir ein Ständchen gejault hat, während ich den Duft von Tannennadeln genießen konnte.
Oder das Milians Geburtstag dieses Jahr in drei verschiedenen Ländern stattfand, weil wir auf Europreise waren.
Das Leben tickt in Bewegung irgendwie anders. Das merken wir, wenn wir wieder zurück zu unserer Basis kommen. Nach monatelanger Reise, in der wir viel erlebt und erfahren haben, kommen wir in unseren Hafen und alles ist beim Alten. Die Zeit scheint still gestanden zu sein.

Regenerierung

Und genau diese Statik genießen wir dann, um all die Reisegeschichten zu sortieren und zu verarbeiten. Zumindest solange, bis es wieder zwickt und zwackt und wir merken, dass es Zeit wird, zu neuen Ufern aufzubrechen, frischen Lebenswind durch unser verstaubtes Leben wehen zu lassen und uns in unser Lebensreiseabenteuer zu begeben. Vielleicht ist das Wechselspiel zwischen Reisen und statisch sein bei uns ja auch wie ein und ausatmen? Wir brauchen beides in einer gesunden Mischung.

Demnach ist bei uns immer nach der Reise vor der Reise. Momentan sind wir dabei unser nächstes Jahr zu planen. Mal schauen, wo wir überall sein werden.
Die Wildnisfamilie


Dir liebe/r Leser/in möchte ich das Buch der Wildnisfamilie „Eine Familie zieht in die Wildnis“ ans Herz legen. Du hast so auch gleich die Möglichkeit sie zu unterstützen.

Übrigens findest du auf der Seite von der Wildnisfamilie ganz tolle und wunderschöne handgefertigte Stücke aus Holz, in Kombination mit Steam Punk Elementen, selbstgenähte Accessoires von Emma (Tochter), Fotografien von Milian (Sohn) und viele weitere tolle Angebote wie Coachings und mehr die aus Liebe entstanden sind.


Die Wildnisfamilie ist eine Regenbogen-Patchwork-Familie, bestehend aus zwei Frauen und sieben Kindern im Alter zwischen 6 und 18 Jahren.

Nebst ihrem grossen Abenteuer in der Wildnis Nordamerikas, leben sie ein freies Leben als reisende Freilerner-Familie.

Sie legen grossen Wert auf Nachhaltigkeit und verweigern sich der Konsumgesellschaft. Ihre Kinder wachsen unbeschult auf und bilden sich auf Reisen selbst.

Die Wildnisfamilie lebt ein bedürfnisorientiertes Leben und durch jahrelange eigene Erfahrungen in den Bereichen rund um Schwangerschaft, Geburt und einer bedürfnisorientierten Beziehung in der Familie geben sie ihr Wissen auch anderen Familien durch persönliche Coachings weiter.

Mehr über sie, erfährst du auch in unserem Artikel „Die Wildnisfamilie – GlobetrotterFamily des Monats Oktober“

www.wildnisfamilie.net

Ich bin Mary Mattiolo

Lifestylehackerin, dreifache Alleingeburts-Mama von Freilernern, Schulabbrecherin, Querdenkerin, freiheitsliebend und vegan.

Seit Mai 2016 im Bus lebend und reisend unterwegs und Coach für:

  • Online-Business und Start-ups
  • Webdesign und Marketing
  • LifeStyle-Hacking
  • Auswandern und Freilernen

Ohne einen Cent oder andere Sicherheiten sind wir losgezogen. Alles was wir besitzen, haben wir dabei. Wir leben staatenlos und lieben es! Und auch Du kannst das – wenn Du es willst!