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Wunderschöne Strassen von Frankreich ?? und eine neue Überraschung ? mit der Hoppetossa ?


Am Morgen erwache ich, weil es sich anhört, als ob mir gleich ein Lkw ins Ohr fahren will. Ich schätze, es ist so um die 5 Uhr und alle anderen schlafen tief und fest. Ich bin hellwach und mir geht durch den Kopf, dass so ein Platz direkt an der Straße überhaupt nicht sicher ist. Bei all diesen Lkw-Fahrern die so aufs Pedal drücken, als ob es um ihr Leben ginge, kann es schnell passieren, dass einer von der Straße abkommt in so einer Kurve. Ich versuche noch etwa bis um halb sieben weiter zu schlafen, doch immer wieder erwache ich wegen des Lärms der Lastwagen oder dröhnend lauter Motorräder.

Irgendwann erwachen dann auch die anderen und wir essen erst einmal Frühstück. Ich wasche ab während die Kinder mit Marco zusammen die Umgebung erkunden.

Neben der Straße führt dieser Weg entlang. Marco und die Kinder spazieren mit Joy am Morgen den Weg entlang und sehen sich um.

Heute wollen wir den Tag über so lange es geht fahren damit wir am Abend oder in der Nacht in Ramatuelle ankommen.

Ich wasche ein paar Sachen von Hand und hänge sie, da wir noch nichts für die Wäschetrocknung eingerichtet haben und gleich losfahren wollen, mit ein paar Kleiderbügel an die Stange vom Kajüte-Bett zum Trocknen.

In der Ortschaft Jonzier haben wir also geschlafen. Das sehen wir erst bei diesem Schild.

Wir fahren los und auf unserer Fahrt sehen wir so viele schöne Orte, Straßen, Gebäude, Pflanzen, hach es ist herrlich. Wir stellen uns vor wie all die anderen Leute auf der Autobahn fahren, im Stau stecken bei dieser brütenden Hitze und nichts von diesem bezaubernden Land sehen.

Wir haben dann aber daneben trotzdem einen schönen kuscheligen Platz gefunden und die Kinder und Joy sind natürlich sofort ins Wasser.

Ich wasche unterdessen im Fluss ein paar Kleidungsstücke. Dazu setze ich mich auf einen Stein und halte die Kleidung in die Strömung. Danach schlage ich sie auf die Steine. Klappt wunderbar und ich komme mir ein bisschen wie ein Waschweib aus alten Zeiten vor 😉

Nach unserer Baderunde und einer Verpflegung fahren wir weiter auf wunderschönen Straßen und bei einem Zwischenstopp kaufe ich in einem Supermarkt ein paar Kleinigkeiten ein. Wie ich einkaufen hasse, es macht mich richtig depressiv wenn ich in so einem Laden stehe und all die Billigwaren sehe. Hätten wir mehr Zeit, hätten wir gerne in regionalen kleinen Geschäften eingekauft, doch für dieses Mal begnüge ich mich mit einem kleinen Supermarkt.

Uns begegnen schöne Orte und weite endlose Straßen, Täler und Landschaften, aber auch ein paar lustige Gegebenheiten …

Bald fahren wir über die Berge in der Region Rhône-Alpes und Provence-Alpes-Côte d’Azur.

Auf einer Anhöhe halten wir und machen Pause. Marco legt sich etwas hin und ich koche Nachtessen. Plötzlich wird es stürmisch, doch wir schaffen es noch vor dem Regen fertig zu essen und alles wieder einzupacken.

Plötzlich ruft Lemuria, dass sie ganz viele Schnecken entdeckt hat. Und wirklich, hunderte, wenn nicht tausende weiße Schnecken, die sich an Grashalmen, Blumen, Zäunen festhalten. Ob ihnen der Boden zu heiß und trocken ist? Hmmm …

Dann beginnt es zu regnen und wir sind froh im Wohnmobil zu sein. Die Luft kühlt merklich ab – schön! Doch dann – OH SCHOCK!

Ich sehe wie kleine Wasserbäche bei den Kajüte-Betten runter laufen. Nicht schon wieder (oder immer noch)!!! Das hatten wir doch schon – siehe Moment des Schreckens ! Hoppetossa kaputt !?

Na toll. Ich ärgere mich sehr und stopfe unsere Badetücher bei Lemurias Bett an die Seite damit sie wenigstens das runter laufende Wasser aufsaugen können. Wir packen schnell zusammen und machen, dass wir dem Regen davonfahren. Marco hat das Abdichtungszeug mitgenommen und wird später an einem trockenen Ort nochmals nachsehen, woher das Wasser kommen könnte.

Die Stimmung ist sichtlich gedämpft und es dauert eine Weile, bis mich die bezaubernde Landschaft wieder aufheitert.

Etwas später halten wir noch einmal an einem Rastplatz an und Marco steigt aufs Dach, um sich die Misere anzusehen. Er meint, dass eine Dichtung bei einem Dachfenster total am Arsch ist und dort allenfalls das Wasser eindringt und nach hinten läuft. Er dichtet alles ab, bis ihm die Dichtpistole kaputtgeht. Aber so weit ist er noch gekommen, dass er meint nun alles dicht zu haben.

Wir scherzen darüber, dass das Wohnmobil doch super zu unserer Familie passt. Warum sollte die Hoppetossa (sollten wir vielleicht den Namen wechseln, ein Schiff ist unter Umständen evtl. nicht die passende Bezeichnung 😛 ) denn dicht sein, wenn wir es nicht sind 😉

Wir fahren weiter und langsam aber sicher kommen wir dem Ziel näher.
Ein Wagen begegnet uns und wird uns über eine lange Zeit vor der Nase fahren. Wir staunen wie der Bauer es schafft das ganze Stroh mit nur einem Band zu befestigen. Bei jeder Kurve halten wir den Atem an, ob das Stroh nicht weg kippt. Doch irgendwann müssen wir einsehen, dass er schon weiss was er macht. Er hat anscheinend Übung im Tetris spielen.

Riesige Solarfelder begegnen uns. Wie viel Strom hier wohl produziert wird ? Wir scherzen, dass wir am besten unser Wohnmobil mit Solarpanels abdichten.

Irgendwann um Mitternacht kommen wir endlich in Ramatuelle an. Nun suchen wir noch den „Parking des Tamaris“. Wir haben zwar die Adresse, doch egal ob ich es mit den Koordinaten oder drei verschiedenen Straßenangaben versucht habe bei der Abfahrt, der Ort wurde nicht gefunden. Nun stehen wir also hier und kennen den genauen Weg nicht. Dass es gleich irgendwo um die Ecke sein muss, ist uns klar. Doch in der Dunkelheit und mit Abzweigungen, die eine wie die andere ausschaut, hilft uns das auch nicht weiter. Ich gehe also mit dem Handy ins Internet und versuche anhand des Fotos zu sehen, wo der Platz ist. Ja, hier muss es gleich sein. Dann bricht das Netz zusammen und wir stehen wieder ohne Orientierung da. Wir fahren also einfach los und sind so noch einmal ca. 20 Minuten unterwegs, obwohl der Weg 2 Minuten gedauert hätte. Irgendwann finden wir den Parking Tamaris und fahren auf einen großen Kiesplatz. Hmmmm, das ist komisch, sage ich. Es stand etwas von 60 Wohnmobile hätten Platz. Dieser hat riesige Zirkuswagen und mindestens Platz für hunderte Wohnmobile. Das kann es nicht sein. Wir halten trotzdem und Marco steigt aus, um die Umgebung zu erkunden. Nach 3 Minuten kommt er wieder und meint, dass es direkt auf der gegenüberliegenden Straßenseite sei. ENDLICH!

Wir tuckern also rüber und stellen uns an einen Platz abseits der anderen. Nun noch die Kinder in ihre Betten verfrachten. Unsere Freunde haben uns von unterwegs geschrieben, wann sie losgefahren sind. Wir haben ausgerechnet, dass sie mitten in der Nacht ankommen sollten. Wir sind also sogar noch vor ihnen hier.

Marco und ich sind froh endlich hier zu sein und genehmigen uns eine Flasche Wein bevor wir dann ins Land der Träume abdriften.

Wenn Du nicht die selben Fehler wie wir machen willst, dann empfehle ich Dir diesen Artikel durchzulesen: Das perfekte Wohnmobil ? für Familien ?

Hey, ich bin Mary Mattiolo!

Geboren 1989, Querdenkerin, Veganerin, Rebellin und Mama von einer Tochter (2007) und zwei Söhnen (2010 und 2012), allesamt Freilernerreise seit 2016 im Bus um die Welt und verzaubere als WebdesignerinFunnel-Expertin und Technik-Nerd die Köpfe der Menschen!

Ich helfe Online-Unternehmerinnen, meist Müttern, die weniger Aufwand für die Kundengewinnung, dafür mehr Zeit für ihr Business und vor allem ihre Familie wollen, durch Funnel-Marketing immer wiederkehrende Prozesse zu automatisieren, sowie durch gezielte Funnel, aus Interessenten Kunden zu machen!